Euro-Kurs
Gemeinschaftswährung bleibt unter Druck

Der Druck auf den Euro blieb auch am Dienstagnachmittag hoch. Die Gemeinschaftswährung konnte sich nur leicht vom Neunjahrestief des Vortages erholen.
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FrankfurtDer Druck auf den Euro bleibt hoch. Am Dienstag konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung nur leicht von ihrem am Montag erreichten Neunjahrestief bei 1,1864 US-Dollar erholen. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,1910 Dollar.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,1914 (Montag: 1,1915) Dollar festgelegt. Der Dollar kostete damit 0,8394 (0,8393) Euro.

Nach wie vor lastet die Aussicht auf mehr Zentralbankgeld auf der europäischen Währung. Immer mehr Fachleute rechnen damit, dass die EZB noch im Januar in den massenhaften Kauf von Wertpapieren einsteigen wird. Damit würde sie ihren Kampf gegen Wachstumsschwäche und Niedriginflation intensivieren.

Zeitweise verstärkten am Dienstag neue Konjunkturdaten den Druck auf den Euro: Die Einkaufsmanagerindizes, eine Umfrage in europäischen Unternehmen, blieben hinter den Erwartungen zurück.

Entlastung kam jedoch am Nachmittag, weil Wirtschaftszahlen aus den USA enttäuschten. Der ISM-Index – das Pendant zum europäischen Einkaufsmanagerindex – gab im Dezember deutlich nach. Zudem gingen die Aufträge an die amerikanische Industrie im November stärker zurück als erwartet.

Dass die Zahlen an der für Mitte 2015 erwarteten Zinswende der Notenbank Fed rütteln könnten, ist aber unwahrscheinlich. So liegt der ISM-Index trotz des Rückgangs immer noch auf sehr hohem Niveau, wie das Analysehaus Capital Economics kommentierte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7842 (0,7827) britische Pfund, 141,69 (143,00) japanische Yen und 1,2014 (1,2016) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London mit 1210,25 (1200,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 200,00 (31 590,00) Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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