Euro-Kurs: Griechenland-Verhandlungen belasten den Euro

Euro-Kurs
Griechenland-Verhandlungen belasten den Euro

Der Euro konnte sich auch am Dienstag kaum vom Vortagestief absetzen. Als Grund sehen Experten auch die gescheiterten Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern.
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FrankfurtDie geplatzten Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern drücken am Dienstag erneut auf die Stimmung der Euro-Anleger. Die Gemeinschaftswährung lag nah bei ihrem Vortagestief und kostete 1,1354 Dollar.

„Immer noch keine Einigung“, sagte Volkswirt David de Garis von der National Australia Bank. „Das ist etwas enttäuschend, nachdem es letzte Woche nach einem Kompromiss ausgesehen hatte.“ Griechenland und die Finanzminister der Euro-Staaten hatten ihre Gespräche am Montag nach etwa vier Stunden abgebrochen. Athen hat nun bis Freitag Zeit, eine Verlängerung des Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms zu beantragen.

„Unsere Volkswirte haben daraufhin ihre Schätzung für die 'Grexit'-Wahrscheinlichkeit von 25 auf 50 Prozent angehoben“, schrieb Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Grexit“ steht für den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone.

„Denn ohne realistische Aussicht auf eine Verlängerung des bestehenden oder den Abschluss eines neuen Hilfsprogramms droht eine Staatspleite“, fügte Leuchtmann hinzu. „Und in solch einem Szenario bliebe der griechischen Regierung kaum eine Alternative zur Einführung einer eigenen Währung.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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