Euro nimmt Anlauf auf neue Höchststände
Anleger warten auf US-Arbeitsmarktdaten

Vor den an den Finanzmärkten mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten hat sich der Euro zum Dollar am Freitag nur wenig bewegt. Die Anleger wollten sich im Vorfeld der Zahlen nicht zu sehr auf eine Richtung festlegen, sagten Devisenanalysten.

HB FRANKFURT. „Die Anleger warten schon die ganze Woche gespannt auf die Daten. Davor will sich niemand offensiv in die eine oder andere Richtung positionieren“, sagte Rainer Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt. Fielen die Arbeitsmarktdaten gut aus, helle sich das US-Konjunkturbild weiter auf. „Dies hätte zur Folge, dass die Märkte auf eine frühere Zinserhöhung der US-Notenbank als erwartet spekulieren würde“, ergänzte Sartoris. Auch die Erholung des US-Dollar sollte sich dann zunächst fortsetzen.

Für 14.30 Uhr (MEZ) wird der US-Arbeitsmarktbericht für Februar erwartet. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Zuwachs von 125.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft.

Der Euro kostete am Morgen 1,2203 Dollar und lag damit weiterhin deutlich unter seinem Mitte Februar erklommenen Rekordhoch bei 1,2927 Dollar. Am Vorabend hatte die Gemeinschaftswährung den New Yorker Handel mit 1,2198 Dollar beendet.

Zum Yen stieg der Dollar zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang November bei über 111,40 Yen. Die US-Währung fiel im Tagesverlauf wieder leicht zurück und kostete gegen Mittag 111,11 Yen.

„Selten sind auch noch so kleine Hinweise auf Entwicklungen am amerikanischen Arbeitmarkt so akribisch auseinander genommen worden wie in den letzten Tagen“, schrieben die Analysten der Helaba in einem Marktkommentar. Entsprechend werde der heutige Bericht erst recht über die anstehenden Trends an den Renten- und Devisenmärkten entscheiden.

Analyst Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank erwartet positive US-Daten. „Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, welches weiterhin den US-Dollar leicht favorisiert“, ergänzte er. Die Gefahr einer Euro-Korrektur bis auf 1,1980 Dollar sei noch nicht gebannt.

Sein Kollege Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt erwartet beim Euro langfristig allerdings weitere Gewinne. „Der Euro kann kurzfristig noch einmal einen Schlag bekommen. Aber langfristig dürfte er sich wieder fangen und neuen Anlauf auf die Höchststände nehmen.“

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