Euro notiert nur knapp über 1,19 Dollar
US-Dollar profitiert von Zinsspekulationen

Starke US-Konjunkturdaten haben den Kurs des Euro am Mittwoch auf ein neues Jahrestief fallen lassen.

HB FRANKFURT. Der Euro kostete zuletzt 1,1928 Dollar, nach einem Stand von rund 1,1970 Dollar im europäischen Vortageshandel.

„Noch halten sich die meisten Anleger mit Euro-Verkäufen zurück“, sagte ein Händler. „Sollten die US-Verbraucherpreise aber ähnlich stark zulegen wie die Einzelhandelsumsätze, dann steigt die Inflationsgefahr und erhöht die damit Wahrscheinlichkeit einer baldigen Anhebung der US-Leitzinsen.“

Von Reuters befragte Analysten rechneten im Schnitt mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 0,3 Prozent zum Vormonat. Die Zahlen sollen um 14.30 Uhr (MESZ) veröffentlicht werden. Bereits am Vortag hatte der unerwartet kräftige Anstieg der US-Einzelhandelsumsätze Zinsspekulationen angeheizt und den Euro unter Verkaufsdruck gesetzt.

Mit Blick auf den kurzzeitigen Rutsch des Euro unter die Marke von 1,19 Dollar im asiatischen Handel sagte ein Marktteilnehmer: „Da wollten einige Mal sehen, wie weit es runtergehen kann. Allerdings war es offenbar noch zu früh für größere Abschläge.“ Die Experten des Devisenbrokers FXdirekt betonten allerdings in ihrem Marktkommentar, dass der Druck auf den Euro/Dollar-Kurs bestehen bleibe. „Spekulationen über eine baldige Zinsanhebung der Fed dürften das Währungspaar heute zunächst bis 1,1850 Dollar drücken.“

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