Devisen + Rohstoffe
Euro tendiert nur wenig verändert

Nach einer überraschenden Leitzinserhöhung in Australien am Mittwoch rechnen viele Marktteilnehmer nun auch mit einer Anhebung des bei 3,5 Prozent liegenden britischen Schlüsselzinses und damit mit einem weiteren Signal für eine weltweite Zinserhöhungsrunde.

HB FRANKFURT. Vor allem mit Blick auf die US-Notenbank Fed würden sich damit die Erwartungen einer baldigen Zinsanhebung erhöhen, sagten Händler. Damit könnten Impulse für den Dollar in den Markt kommen.

Ansonsten warten Anleger auch auf die US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Zahlen werden mit Spannung erwartet, weil sie Hinweise darauf liefern könnten, ob die Konjunkturerholung in Übersee nachhaltig sein wird. „Der Dollar hat die jüngsten guten Konjunkturdaten aus den USA noch gar nicht voll in Kursgewinne umgesetzt“, sagte ein Devisenhändler. Eine Erholung am Arbeitsmarkt würde das Bild einer Erholung komplettieren.

Am Vormittag notierte der Euro mit 1,1460 Dollar nach 1,1434 Dollar zum Handelsschluss am Vorabend in New York.In Bezug auf die Europäische Zentralbank (EZB) warten die Anleger gespannt auf den ersten Auftritt von Jean-Claude Trichet als Notenbankchef bei der EZB-Pressekonferenz. Der für geldpolitische Entscheidungen verantwortliche EZB-Rat nahm seine ersten Zinsberatungen unter dem neuen Präsidenten Trichet am Vormittag auf. Die Zentralbank wird nach der Erwartung an den Finanzmärkten den bereits historisch niedrigen Leitzins von 2,00 Prozent nicht ändern.

Trichet löste den Niederländer Wim Duisenberg am 1. November ab, der nach gut fünf Jahren an der Spitze der EZB in den Ruhestand ging. Viele erwarten von dem diplomatisch geschliffenen Trichet ein geschickteres Übermitteln der geldpolitischen Argumente als von dem bisweilen sehr offenen und direkten Niederländer. Die Zentralbank gibt ihre Entscheidung wie gewohnt um 13.45 Uhr MEZ bekannt, Trichet wird sie dann ab 14.30 Uhr vor der Presse in Frankfurt erläutern.

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