Euro über 1,42
Anleger setzen auf steigenden EZB-Zins

Nach den jüngsten Inflationszahlen mehren sich die Anzeichen für eine baldige Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank. Das stärkt die Nachfrage nach der Gemeinschaftswährung.
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FrankfurtNach dem unerwartet hohen Anstieg der Inflationsrate, hat der Euro am Donnerstag deutlich zugelegt und ist über die Marke von 1.42 Dollar geklettert. In der Euro-Region hat sich die Preisteuerung im März unerwartet beschleunigt. Die Verbraucherpreise verteuerten sich im im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 2,6 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte. Experten hatte lediglich einen Anstieg von 2,3 Prozent erwartet.

Am Mittag wurden für den Euro bis zu 1,4233 Dollar gezahlt und damit 0,8 Prozent mehr als am Vorabend. Europas Gemeinschaftswährung ist damit so fest wie seit dem 19. Januar 2010 nicht mehr. Zum Schweizer Franken notierte der Euro 0,4 Prozent höher bei 1,3020 Franken. Gegenüber dem Pfund Sterling war der Euro mit 88,20 Pence zuletzt 0,4 Prozent fester und zum Yen lag er 0,6 Prozent höher bei 117,80 Yen.

In die Reihe führender EZB-Vertreter, die eine Zinserhöhung signalisierten, reihte sich am Mittwochabend Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi ein. „Wir werden die Zinsen schrittweise anheben“, sagte er in einem Interview mit einem russischen Fernsehsender. Falls die Zinsen auf dem jetzigen Niveau verharrten, werde dies ein Ungleichgewicht in der Geldpolitik erzeugen, warnte er. Die Bremer Landesbank betonte in ihrem Marktkommentar: „Die Zeichen stehen auf erhöhte Inflation. Die Tatsache, dass sich die EZB als erste große Zentralbank diesem Thema annähert, spricht für die Ausrichtung auf Stabilität.“

Der Bund-Future gab leicht nach und liegt bei 121,33 Zählern, die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 3,353 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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