Euro und Dollar
Alle blicken auf die Fed

Die Entscheidung ist noch nicht fix, doch die Fed scheint entschlossen, am Plan zur Wende in der Niedrigzinspolitik festzuhalten. Die jüngst veröffentlichten Sitzungsprotokolle treiben den Dollar und drücken den Euro.
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FrankfurtDie Aussicht auf eine baldige Zinswende in den USA hat den Dollar am Donnerstag gestützt und den Euro geschwächt. Die Gemeinschaftswährung fiel mit 1,0749 Dollar auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der letzten US-Notenbank-Sitzung ging hervor, dass die Zentralbanker trotz der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten offenbar gewillt sind, an ihrem bisherigen Weg zur Zinswende in diesem Jahr festzuhalten.

Sehr besorgt schienen die Fed-Mitglieder über die jüngste Dollar-Aufwertung nicht zu sein, urteilte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. „Die Auswirkungen der Dollar-Stärke für die realwirtschaftliche Situation wurden diskutiert, aber nicht intensiv.“ Für den Devisenmarkt sei dies das entscheidende Signal: Die US-Notenbank toleriere die Dollar-Aufwertung, damit könne sie weitergehen, prognostizierte Leuchtmann. Seit Jahresbeginn hat der Greenback zum Euro in der Spitze mehr als 13 Prozent gewonnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier wird doch künstlich eine Dollarstärke herbeigeredet.
    Die Folgen werden die USA sehr bald zu spüren bekommen.
    Merkt denn keiner, dass diese Dollarstärke zur Kapitalflucht aus Schwellenstaaten führt, die das Wachstum der Weltwirtschaft tragen? Sollte das die Befürworter der Dollarstärke beunruhigen? War vielleicht, die Warnung des IWF durch Frau Lagarde so zu verstehen?

  • Von einer Stärke des USD mit der dahinterstehenden Defizitwirtschaft kann doch keine Rede sein. Die einzige stichhaltige Erklärung ist der lamentable Zustand der (Quasi-Ramsch-)Währung EUR in ihrer heutigen Zusammensetzung.

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