Euro und werden immer stärker
Dollar bleibt unter Druck

Der Dollar ist im Vergleich zum Yen auf ein Drei-Jahres-Tief gefallen. Erst am Montag ist die US-Währung deutlich gegenüber dem Euro und dem Yen schwächer notiert worden.

HB FRANKFURT. „Die Investoren versuchen immer noch herauszuarbeiten, was die G-7-Erklärung tatsächlich bedeutet und sie warten, um zu sehen, ob Japan intervenieren wird“, sagte Paul Robson, Volkswirt bei Bank One.

Der Euro lag am Vormittag bei 1,1519 Dollar nach einem Kurs von 1,1461/67 Dollar zum Handelsschluss am Montag in New York. Der Dollar verlor zum Yen auf 111,06 Yen und fiel damit noch unter das am Vortag markierte Drei-Jahres-Tief zum Yen. Wegen eines Feiertages in Japan blieben die Börsen am Dienstag dort geschlossen und der asiatische Handel war entsprechend dünn.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Länder hatten am Wochenende in Dubai eine „höhere Flexibilität der Wechselkurse“ als wünschenswert beschrieben, „um reibungslose und weit reichende, auf Marktmechanismen basierende Anpassungen im internationalen Finanzsystem zu unterstützen“. Diese Erklärung sei sehr viel härter ausgefallen als die sonst übliche Floskel, wonach die G-7-Länder die Devisenmärkte genau beobachten und falls nötig kooperieren, erklärten Analysten. Händler sagten am Montag, die Einschätzung der Marktteilnehmer, die Bank von Japan (BOJ) könnte nun vorläufig auf eine Stützung des Dollar verzichten, habe die Talfahrt der US-Währung zeitweise beschleunigt.

In der Vergangenheit hat Japan des öfteren an den Devisenmärkten interveniert, um eine zu starke Aufwertung des Yen zu bremsen. Ein hoher Kurs der japanischen Währung verteuert die Exporte aus Japan, was als Belastungsfaktor für die Wirtschaft des Landes gilt.

Äußerungen des japanischen Vize-Finanzministers Zembei Mizoguchi, dass der Yen zu schnell gestiegen sei, sorgten für Vorsicht am Markt. „Wir glauben, dass die BOJ kommen wird, denn eine zu schnelle Aufwertung des Yen ist definitiv entgegengesetzt zu der Erholung und wird der Wirtschaft Deflationsrisiken bringen“, sagte Frank Gong von der Bank of America in Hongkong.

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