Eurokurs
Der Euro trotzt der Krise weiterhin

Die Unsicherheit um Griechenland prallt am Eurokurs weiter ab. Auch am Mittwoch legte die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Dollar zu. Kursausschläge nach unten drohen trotzdem.
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Der Eurokurs ist am Mittwoch trotz der Unsicherheit um Griechenland gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1187 US-Dollar. Im asiatischen Handel war der Euro zeitweise nur 1,1155 Dollar wert gewesen.

„Bei den leichten Eurokursgewinnen am Mittwoch handelt es sich um eine Stabilisierung nach den Verlusten am Vortag“, sagte Thu-Lan Nguyen, Devisenexpertin bei der Commerzbank. „Wie auch schon in den vergangenen Monaten hat für den Devisenmarkt das Thema Griechenland kaum eine Rolle gespielt.“ Zu deutlichen Kursausschlägen dürfte es laut Nguyen erst kommen, falls Griechenland tatsächlich aus der Eurozone ausscheiden sollte. Am Mittwochnachmittag stand eine Lösung in der Griechenland-Krise weiter auf der Kippe.

Auch das in Deutschland den zweiten Monat in Folge gefallene Ifo-Geschäftsklima hat den Euro laut Nguyen kaum belastet. An den vergangenen Tagen hätten eine Reihe von Konjunkturdaten aus der Eurozone positiv überrascht. „Zudem hat die EZB klar gemacht, dass sie ihr Anleihekaufprogramm auch bei einer guten Konjunkturentwicklung bis Herbst 2016 fortsetzen wird.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1213 (Dienstag: 1,1204) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8918 (0,8925) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71180 (0,71010) britische Pfund, 138,93 (138,72) japanische Yen und 1,0449 (1,0449) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1173,75 (1178,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 160,00 (33 280,00) Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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