Eurokurs
Eurokurs steigt wieder über 1,09 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung erholte sich am Dienstag leicht. Am Vorabend war der Euro auf den tiefsten Stand seit Mitte April gefallen. Experten erwarten eine baldige Zinsanhebung der amerikanischen Notenbank.
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FrankfurtDer Eurokurs hat am Dienstag wieder zugelegt und die Marke von 1,09 zum US-Dollar geknackt. Nach wie vor bleibt die Gemeinschaftswährung aber aufgrund der erwarteten Zinswende in den USA auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Am späten Vorabend war sie mit 1,0809 Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende April gefallen. Am Dienstagnachmittag landete die Gemeinschaftswährung bei 1,0902 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0867 (Montag: 1,0852) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9202 (0,9215) Euro.

Analysten der Commerzbank weisen darauf hin, dass nach der zumindest vorläufigen Beruhigung in der Griechenlandkrise größere Kursschwankungen im Euro-Dollar-Handel ausbleiben dürften. Sie rechnen aber nicht damit, dass diese Entwicklung von Dauer ist. Mit der Aussicht auf die erste Zinserhöhung in den USA seit der schweren Wirtschaftskrise sei bald wieder mit einer steigenden Aktivität am Markt zu rechnen.

Das insgesamt weiterhin niedrige Niveau des Eurokurses ist auf die Erwartung einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed noch in diesem Jahr zurückzuführen. Fed-Präsidentin Janet Yellen hatte vergangene Woche die Erwartung einer baldigen Zinswende bestärkt. Zudem hatte am Montag der Präsident der regionalen Notenbank des US-Bundesstaats St. Louis, James Bullard, gesagt, die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im September liege derzeit bei über 50 Prozent.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6987 (0,6971) britische Pfund, 135,17 (134,83) japanische Yen und 1,0440 (1,0443) Schweizer Franken fest.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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