Eurokurs: Gespanntes Warten in der Eurozone

Eurokurs
Gespanntes Warten in der Eurozone

Der Euro hielt sich am Dienstag kaum verändert knapp über der Marke von 1,09 Dollar. Experten schauen gespannt nach Athen. Am 9. April wird eine Kreditrückzahlung an den Internationalen Währungsfonds fällig.
  • 1

FrankfurtDer Euro hat sich am Dienstag kaum verändert gezeigt und über 1,09 US-Dollar gehalten. Nach enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt vom vergangenen Freitag war die Gemeinschaftswährung zeitweise über 1,10 Dollar gestiegen.

Auch wenn der Euro am Montag wieder etwas zurückgefallen war, hielt er sich über dem Niveau, das er vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten hatte. Am Dienstagmorgen stand der Kurs bei 1,0943 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am vergangenen Donnerstag auf 1,0830 Dollar festgelegt.

Im März waren in den USA 126.000 neue Stellen geschaffen worden und damit nur etwa halb so viele wie erwartet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer ersten Zinserhöhung in den USA im Juni deutlich gesunken. „Angesichts der in den vergangenen Wochen immer wieder enttäuschend ausgefallenen US-Konjunkturdaten muss die US-Notenbank allmählich aufpassen, dass ihr nicht die Argumente für eine Zinserhöhung ausgehen“, meinte der Experte Dirk Gojny von der National-Bank.

Im weiteren Handelsverlauf könnten Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen. Außerdem herrscht am Markt nach Einschätzung des Experten gespanntes Warten, ob Griechenland eine am 9. April fällige Kreditrückzahlung an den Internationalen Währungsfonds (IWF) leisten kann.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Eurokurs: Gespanntes Warten in der Eurozone"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die deutsche Wirtschaft hat sehr stark in diese Länder exportieren können und dadurch an Stärke gewonnen. Leider, wegen des starken Euro, wurden die Gewinne ins Nichteuroausland reinvestiert.
    Diese waren aber in Wirklichkeit für die Eurozone nur Scheingewinne da nur auf Überschuldung von Euroländer basierend.
    Die jetzige erzwungene Entschuldung der Euroländer bewirkt genau das Gegenteil, wir werden daher bestenfalls eine Stagnation wenn nicht gar Deflation erleben.
    Nur ein realistisch bewerteter Euro, um die 1,10,- zum US-Dollar, kann die sich abzeichnende Rezession im Euroraum mildern. Für Konzerne die ihre Gewinne außerhalb des Euroraumes investiert haben, gewiss vom Nachteil.
    Wünschenswert und auch wahrscheinlich, wegen des Eurowechselkurs, wäre eine moderate Inflation, die das Entschulden der Euroländer erleichtern würde. Nur wer Bundesanleihen mit sehr niedriger Verzinsung unterzeichnet hat müsste dann, wegen der Inflation, Bauchschmerzen bekommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%