Eurokurs leicht gefallen
Opec-Entscheidung beeinflusst Euro kaum

Unsicherheit über die konjukturelle Entwicklung in den USA bestimmt weiterhin die Devisenmärkte. Trotz der informellen Einigung der Organisation Erdöl exportierenden Länder (Opec) auf eine Erhöhung der Förderquoten holte der Eurokurs die Abschläge vom Morgen nicht auf.

HB FRANKFURT/MAIN. Auch die Entscheidung der EZB, die Zinsen unverändert bei zwei Prozent zu lassen, zeigte keine Auswirkung auf die Gemeinschaftswährung. Hier konzentriere sich der Markt auf die Pressekonferenz von EZB-Chef Jean-Claude Trichet, sagten Händler.

Nachdem der Kurs des Euro zu Beginn des Handels unter 1,22 Dollar gefallen war, erholte sich die Währung im Referenzkursverfahren der Banken (EuroFX) am Nachmittag leicht auf 1,2211 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzwert mit 1,2226 (Vortag 1,2276) Dollar fest.

Mehrere Analysten hatten schon im Vorfeld bezweifelt, dass die Anhebung der Produktion die Ölpreise nachhaltig drücken kann. Die Ölpreise verharrten nach der Entscheidung auf dem hohen Niveau.

Der hohe Preis für Rohöl und die Folgen für die Inflation dürften nach Einschätzung von Analysten auch im Mittelpunkt der EZB-Beratungen stehen. „Da heute nicht mit einer Zinsänderung gerechnet wird, dürfte das Hauptinteresse auf dem Tonfall der anschließenden Pressekonferenz liegen“, erklärte Carsten Fritsch, Devisenstratege bei der Commerzbank. „Hier wird insbesondere darauf zu achten sein, wie die Europäische Zentralbank (EZB) die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die Inflationsrate im Vergleich zu den Auswirkungen auf das Wachstum einschätzt“, fügte er hinzu. Der Euro könnte steigen, falls Trichets Äußerungen eher auf eine Tendenz in Richtung höherer Zinsen verstanden werden sollten.

Bei den US-Daten standen vor allem Indikatoren im Mittelpunkt, die Hinweise auf die Lage am Arbeitsmarkt in den USA geben könnten. So ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 339.000 (Vorwoche 345.000) zurück. Analysten hatten mit einem Stand von 336.000 gerechnet.Händler sagten, die Finanzmärkte warteten jetzt vor allem auf den Monatsbericht zur Lage am US-Arbeitsmarkt, der am Freitag veröffentlicht wird.

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