Eurokurse: Krim-Entspannung stützt Euro

Eurokurse
Krim-Entspannung stützt Euro

Der Euro hat gelassen auf das Referendum auf der Krim reagiert. Der Yen dagegen verliert wieder etwas, nachdem er zuvor als sicherer Hafen angesteuert wurde. Die 1,40-Dollar-Marke könnte der Euro heute noch knacken.
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Frankfurt Erleichterung über die Lage auf der Krim nach dem umstrittenem Referendum über einen Anschluss der ukrainischen Halbinsel an Russland hat am Montag den Euro gestützt. Die Gemeinschaftswährung zog bis auf 1,3947 Dollar von knapp über 1,39 Dollar am Freitagabend in New York an. Auch der Dollar erholte sich und notierte am Nachmittag bei 101,61 (Freitagsschluss 101,34) Yen. Das Ergebnis des Referendums habe niemanden wirklich überrascht, erklärten die Analysten der Metzler Bank. „Drohungen aus den USA und Europa, nun schärfere Sanktionen gegen Moskau zu verhängen, erscheinen - zumindest bisher - so harmlos, dass hieraus ebenfalls kein stark negativer Einfluss auf die Kurse abgeleitet werden kann.

Über 95 Prozent der Wähler hatten sich am Sonntag für den Anschluss an Russland ausgesprochen. Die EU und die USA verhängten Sanktionen - Kontosperrungen und Reisebeschränkungen. Das klinge nicht sonderlich aggressiv, erklärte ein Händler in New York. Somit verkauften die Anleger vor allem den als sicher geltenden Yen. Nicht nur der Dollar zog zur japanischen Währung an, auch der Euro legte 0,7 Prozent auf 141,97 Yen zu.

Derweil halten viele Börsianer es für wahrscheinlich, dass der Euro bald die 1,40-Dollar-Marke noch einmal testen wird. Am Donnerstag war er mit einem 2-1/2-Jahres-Hoch von 1,3967 Dollar der Marke bereits verdächtig nahe gerückt. Nachdem EZB-Chef Mario Draghi sich aber besorgt über die Euro-Stärke geäußert hatte, hatte die Gemeinschaftswährung etwas nachgegeben. Fast zeitgleich war die Krim-Krise eskaliert und hatte die Anleger aus allen als riskant geltenden Anlageklassen - die Aktien waren eingebrochen - getrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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