Europäische Gemeinschaftswährung pendelt um 1,20 Dollar
Euro bleibt auf Erholungskurs

Der Euro hat seine mehrtägige Erholung zum US-Dollar am Freitag fortgesetzt.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung pendelte um die Marke von 1,20 Dollar, nachdem sie am Mittwoch mit 1,1863 noch auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Monaten gefallen war. Mit 1,1988 Dollar lag der Euro am Vormittag einen knappen Cent über dem Niveau des europäischen Vortageshandels.

„Der Euro hat sich trotz des starken Philly-Fed-Index gestern gut gehalten, und das gibt ihm heute etwas Auftrieb“, sagte ein Händler. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia war im April überraschend deutlich auf plus 32,5 Punkte von plus 24,2 Zählern im Vormonat gestiegen.

Auch Devisenstratege Trevor Dinmor von der Deutschen Bank wies darauf hin, dass die Zahlen vom Vortag dem Dollar nur kurz Kursgewinne beschert hatten. „Die Reaktion zeigt, dass es größerer und größerer positiver Überraschungen bedarf, um eine Dollar-Rally auszulösen“, fügte er mit Blick auf eine Reihe überraschend positiver US-Konjunkturdaten in den vergangenen Tagen hinzu.

In diesem Zusammenhang warteten Anleger auf die Bekanntgabe der US-Industrieproduktion für März am Nachmittag (MESZ). Von Reuters befragte Analysten prognostizieren im Schnitt einen Anstieg um 0,3 Prozent zum Vormonat. Außerdem ist die Veröffentlichung des Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität von Michigan geplant. Hier rechnen Analysten für April mit einem leichten Anstieg auf 96,5 Punkte von 95,8 Zählern im Vormonat.

Börsianer nannten als weiteren Grund für die leichte Erholung des Euro nachlassende Spekulationen um eine baldige Erhöhung der US-Leitzinsen. Diese waren zuletzt unter anderem durch den kräftigen Anstieg der US-Verbraucherpreise ausgelöst worden, der auf eine steigende Inflationsgefahr gedeutet hatte.

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