Experte: Benzin verteuert sich weiter
Opec will höhere Ölpreise durchsetzen

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) plant, die Bandbreite für den Ölpreis auf 32 Dollar bis 34 Dollar je Barrel (159 Liter) anzuheben. Derzeit liegt das Preisband bei 22 bis 28 Dollar, der tatsächliche Ölpreis überschreitet diese Spanne jedoch deutlich. Hebt die Opec auch die Bandbreite an, wäre dies ein Signal für einen weiter hohen Ölpreis.

HB/som DÜSSELDORF. „Wir prüfen ein neues Preisband“, sagte Opec-Präsident PurnomoYusgiantoro am Dienstag. Ein Ölpreis zwischen 32 und 34 Dollar sei für die Weltwirtschaft „sicher“. Die Erhöhung der Preisspanne dürfte beim Treffen der Opec-Staaten am 3. Juni diskutiert werden, fügte er hinzu. Widerstand gegen eine Erhöhung kam aus Saudi-Arabien. Der Ölminister des Opec-Mitglieds sagte, sein Land halte an der alten Preisspanne fest.

Seit die Opec am 10. Februar angekündigt hatte, die Förderquote um 4 % zu senken, ist der Ölpreis um 11 % nach oben geschnellt. Der durchschnittliche Ölpreis seit Jahresbeginn liegt in New York bei 35,53 Dollar je Barrel, verglichen mit 30,99 Dollar im Jahr 2003.

Die meisten Opec-Länder benötigen Finanzmittel für die Erschließung neuer Ölfelder, sagte Tetsu Emori, Chefstratege für Rohstoffe bei Mitsui Busan Futures in Tokio. „Sie müssen das Preisziel anheben, und sie haben auch jedes Recht dazu“, so Emori.

Das anhaltend hohe Ölpreisniveau könnte die Kraftstoffpreise in Deutschland weiter steigen lassen. Der Preis für Superbenzin war zu Wochenbeginn stellenweise über den bisherigen Rekordwert von 1,16 Euro geklettert. Dies sei möglicherweise noch nicht das Ende der Fahnenstange, sagte Heino Elfert, Herausgeber des Fachblatts „Energie-Informationsdienst“. Er nannte als Grund die hohe Nachfrage aus den USA, die die Preise in Europa und auch Deutschland in die Höhe treibe. Diese Entwicklung halte an, erklärte er. Auch die Kursverluste des Euros gegenüber dem Dollar der vergangenen Wochen treiben die Ölpreise.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%