Experten: Ende der Rekordjagd in Sicht
Ölpreis steigt auf Rekordhoch von knapp 88 Dollar

Am internationalen Rohstoffmarkt hat sich am Dienstag die Rally der vergangenen Tage fortgesetzt. Beim Ölpreis wurden den dritten Handelstag in Folge Rekordhochs markiert.

HB FRANKFURT. Auslöser waren Händlern zufolge die Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak sowie Befürchtungen über Versorgungsengpässe im Winter. Ein Fass der US-Sorte WTI verteuerte sich in der Spitze um fast zwei Dollar auf 87,97 Dollar. Damit ist Öl seit Beginn vergangener Woche um rund zehn Prozent teurer geworden. Die Nordseesorte Brent kostete erstmals mehr als 84 Dollar, in der Spitze wurden 84,31 Dollar gezahlt.

„Der Markt hält einen Angriff der Türkei auf den ölreichen Nordirak für eine Bedrohung für die Ölversorgung in der ganzen Region“, sagte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Er halte die Marktreaktion jedoch für übertrieben, da der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan ankündigt habe, dass keine sofortigen Aktionen geplant seien. Die türkische Regierung hat das Parlament um die Zustimmung für eine Militäroperation im Norden des Irak gebeten. Mögliche Aktionen sollen sich gegen kurdische Rebellen richten, die dort Rückzugsgebiete finden.

Neben dem schwelenden Konflikt treibe die von der Opec angehobene Schätzung zur Nachfrage im vierten Quartal den Ölpreis, schrieb Analyst Eugen Keller vom Bankhaus Metzler in einer Kurzstudie. Die Sorge über eine Angebotsverknappung liefere zusätzlichen Treibsatz.

Die Benzinpreise in Deutschland lagen zu Wochenbeginn unterdessen noch unter den Rekordständen. Allerdings zogen die Großhandelspreise für Diesel bereits an. Am Montagabend stiegen in Deutschland auch die Öl und Benzinpreise.

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