Experten: Euro könnte auf 1,12 fallen
Analysten rechnen mit stärkerem Dollar

Nach Meinung von Devisenanalysten dürfte der Dollar gegenüber dem Euro in der kommenden Woche zulegen. Der positive US-Arbeitsmarktbericht dürfte die Gemeinschaftswährung weiter unter Druck bringen.

HB FRANKFURT. Detlef Hennig, Devisenexperte beim Bankhaus Sal. Oppenheim, sieht den Euro in der kommenden Woche unter Umständen bis auf 1,12 Dollar fallen. Auf dem Weg dorthin gebe es einige Barrier-Optionen, die aber nach und nach geknackt werden sollten. Erst bei 1,12 bis 1,13 Dollar sei wieder Kaufinteresse zu beobachten, so Hennig. Seiner Ansicht nacht leidet die Gemeinschaftswährung nicht nur unter den positiven Konjunkturdaten aus den USA, sondern auch unter der erneuten Diskussion um den europäischen Stabilitätspakt. Deutschland und Frankreich dürften 2003 und 2004 die Defizitobergrenze von 3% des BIP verfehlen. So etwas spreche nicht gerade für den Euro.

Auch die Devisenanalysten der Investmentbank Morgan Stanley erwarten für die nächste Woche einen stärkeren Dollar. Allerdings sei die Erholung nur vorübergehend, so Analyst Tim Stewart. Für ihn ist die seit zwei Jahren andauernde Dollar-Konsolidierung noch nicht beendet, sondern werde vermutlich 2004 weiter gehen. Die Abschwächung des Dollars verlaufe „zwei Schritte vorwärts und einen Schritt rückwärts“, erklärt Stewart. Momentan befinde sich die US-Währung in der Rückwärtsphase. Morgan Stanley rechnet mit einer kurzfristigen Korrektur bis 1,12/1,13 Dollar je Euro. Das Jahresendziel von 1,19 Dollar sehe zwar gefährdet aus, momentan bleibe man aber dabei.

Beim Währungspaar Dollar-Yen sieht Morgan Stanley Aufwertungsdruck für den Yen. Ausländische Investoren setzten weiterhin auf die Erholung der japanischen Wirtschaft und demnach auch auf einen steigenden Nikkei. Zwar werde das japanische Finanzministerium wachsam sein und einen zu scharfen Anstieg des Yen abmildern, aber der Dollar werde sich vermutlich weiter Richtung Jahresendziel von 107 Yen bewegen, so Analyst Stewart.

Für den Goldpreis überwiegt nach Ansicht von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) ebenfalls das Abwärtsrisiko. Die Edelmetallhändler der Investmentbank verweisen auf die Dollar-Stärke, die auch für die kommende Woche erwartet wird. Ein weiter steigener Dollar könne die Goldverkäufe noch beschleunigen, heißt es. Nach einem Bruch des Widerstandes bei 378,50 Dollar je Feinunze sei der nächste Support bei 376 Dollar zu finden.

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