Experten-Umfrage

Gold könnte wieder teurer werden

Die angehende Präsidentin der US-Notenbank bewegt den Goldmarkt. Die Optimisten glauben: Weil Yellen weiter Geld in das Finanzsystem pumpen will, könnte der Preis von Gold wieder steigen – zumindest kurzfristig.  
4 Kommentare
Die Prognosen der ängstlichen Analysten
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Prognosen für den Goldpreis

Viele Analysten der Banken haben ihre Schätzung zum Goldpreis im Laufe des Jahres gleich mehrfach angepasst – teilweise in großen Schritten. Privatanleger lässt das bislang überwiegend kalt: Sie kaufen weiter physisches Gold. Anders als viele Analysten halten sie den niedrigen Goldpreis für eine Kaufgelegenheit. Das stützte zum Beispiel in den letzten Maitagen den Goldpreis, der wieder über 1400 Dollar je Unze stieg. Nachfolgend die Goldpreisprognosen der Banken.

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Goldman Sachs

Die Analysten von Goldman Sachs rechnen angesichts einer Erholung der US-Konjunktur weiter mit einem sinkenden Goldpreis. Dafür spreche auch die erwartete Rückführung von Anleihekäufen durch die US-Notenbank Fed, schrieben die Analysten. Für das vierte Quartal rechnen die Analysten nur noch mit einem Goldpreis von 1320 Dollar je Feinunze, nach bisher 1375 Dollar. Bis Ende 2014 werde der Preis weiter auf 1050 Dollar sinken. Im Schnitt dürfte Gold 2014 bei 1144 Dollar notieren.

Stand: 24. Oktober 2013

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UBS

Die Schweizer Bank UBS prognostiziert im Jahresdurchschnitt für 2013 einen Goldpreis von 1396 Dollar je Unze. 2014 soll dann ein Durchschnittspreis von 1435 Dollar je Unze erreicht werden. Damit nahm die Bank ihre Prognose für das laufende Jahr um neun und für das kommende Jahr um zehn Prozent zurück.

Stand: 25. Juni 2013

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Morgan Stanley

Für 2013 geht die US-Bank nun von 1409 Dollar je Unze aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Für 2014 rechnen sie mit 1313 Dollar je Unze, zuvor waren es 1563 Dollar. Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück.

Stand 25. Juni 2013

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HSBC

Die größte Bank der Welt senkte ihre Prognose für den Goldpreis auf einen Jahresdurchschnitt von 1396 Dollar je Unze in 2013 und 1435 Dollar für 2014. Damit senkte sie ihre alten Prognosen um neun bzw. zehn Prozent.

Stand: 25. Juni 2013

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RBC Capital

Prognose am 1. Januar: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 1. Januar: 1675 Dollar / Unze)

Prognose am 11. April: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 11. April: 1561 Dollar / Unze)

Prognose am 28. Mai: 1275 Dollar / Unze (Goldpreis am 28. Mai: 1383 Dollar / Unze)

Alle Prognosen beziehen sich auf den erwarteten Goldpreis im vierten Quartal 2013.

Quelle: Bloomberg; Stand: 28. Mai

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Danske Bank

Prognose am 1. Januar: 1775 Dollar / Unze (Goldpreis am 1. Januar: 1675 Dollar / Unze)

Prognose am 11. April: 1400 Dollar / Unze (Goldpreis am 11. April: 1561 Dollar / Unze)

Prognose am 28. Mai: 1325 Dollar / Unze (Goldpreis am 28. Mai: 1383 Dollar / Unze)

FrankfurtDie Aussichten für den Goldpreis werden von Analysten wieder zuversichtlicher eingestuft. Verantwortlich dafür sind die jüngsten Aussagen der designierten Fed- Chefin Janet Yellen. Diese signalisierten, dass die US-Notenbank mit ihrer lockeren Geldpolitik noch eine Weile Kurs halten wird. Und daher könnte das Edelmetall noch eine Weile als sicherer Hafen begehrt sein.

Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg. Danach rechnen 18 Ökonomen damit, dass Gold in dieser Woche wieder teurer wird. Neun Volkswirte erwarten hingegen einen Rückgang, und zwei sind neutral eingestellt. Damit hat der Anteil der Gold-Bullen das höchste Niveau seit dem 4. Oktober erreicht.

„Gold erhielt einen Schub, weil die designierte US-Notenbankchefin Janet Yellen die lockere Geldpolitik weiterführen will“, sagt etwa Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Das Edelmetall habe jedoch nicht nur von Yellen profitiert, sondern auch von einem technischen Effekt. Am Oktobertief von 1252 Dollar habe der Kurs eine Unterstützungsmarke gefunden. Aktuell liegt der Preis bei 1284 Dollar.

Der schwache Dollar und niedrige Anleiherenditen hätten es bislang aber nicht geschafft, das gelbe Metall wieder über die Marke von 1300 Dollar pro Unze zu hieven, stellt Hansen fest. Hier sieht er aus kurstechnischer Sicht einen wichtigen Widerstand für eine weitere Aufwärtsbewegung. Der Grund: Viele Händler seien noch nicht davon überzeugt, dass die Talsohle durchschritten sei. 

Hintergrund: Der Goldpreis hat zwischen Dezember 2008 und Juni 2011 um 70 Prozent zugelegt. Als Hauptgrund nennen Experten die Geldpolitik der Fed, die mehr als zwei Billionen Dollar in das Finanzsystem gepumpt hat. Sorgen, die US-Notenbank könnte restriktiver werden, hatten den Preis von Gold dann aber unter Druck gesetzt. 

Seit Jahresbeginn ist der Goldpreis in London um etwa 23 Prozent gefallen. Doch aus den Aussagen von Yellen lässt sich schließen, dass ein Schwenk der Fed nicht unmittelbar bevorsteht.  Yellen hatte bei ihrer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Kongresses gesagt, dass sich Wirtschaft und der US-Arbeitsmarkt derzeit “deutlich unterhalb ihres Potenzials” entwickelten. Sie will nicht zu früh auf die Bremse treten.

 

Die Goldminen produzieren auf Hochtouren
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4 Kommentare zu "Experten-Umfrage: Gold könnte wieder teurer werden"

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  • @Rob Roy: "Außerdem gibt es unbegrenzt viel Papiergold..."

    Stimmt, aber: bei einem Abwertungswettlauf wird sich der Preis des physischen Goldes von dem des Papiergoldes entkoppeln.

  • @ Rob Roy

    Das Papiergold kaufen nur westliche "Spekulanten" die permanent die niedrigen Transaktionskosten im Blick haben und darauf vertrauen dass ihre Bank das Gold auf Verlangen aushändigt.
    Von denen Macht sich keiner die Mühe das Kleingedruckte auf Seite 162 der Bank AGBs zu lesen. Da wo etwas über Cash Settlement steht.

    Die Bundesbank fasst ihren Goldbestand in Gold und Goldforderungen zusammen. Man wird zukünftig dann sehen ob die Forderungen der Notenbanken dieser Welt oder die Forderungen der Papiergoldbesitzer vorrangig bedient werden.

    Wenn man Goldbesitz als Versicherung gegen staatliche Währungswillkür versteht ist Papiergold wohl die dümmste Art sein Geld aus der Hand zu geben.

  • Glaub nicht, daß Gold teurer wird. Wer soll es denn kaufen? Die paar Chinesen und Inder fallen doch kaum ins Gewicht. Außerdem gibt es unbegrenzt viel Papiergold...

  • Man muss sich nur die einfache Frage stellen: "Wohin mit dem ganzen Geld, wenn die Aktienblase platzt"?? Anleihen und Co. scheiden aus....

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