Expertenumfrage
Palladium ist das neue Gold

Nach Ansicht von Experten wird sich Palladium stärker verteuern als etwa Gold. Dazu sollen vor allem Streiks in Südafrika und die Nachfrage aus der Industrie beitragen. Langfristig dürfte das Edelmetall knapp werden.
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Der Preis für Palladium wird in diesem Jahr Experten zufolge kräftiger zulegen als der Gold- oder Platinpreis und Rekordwerte erreichen. Vor allem die erwarteten Lieferengpässe wegen Streiks in Südafrika und die anziehende Weltkonjunktur dürften den Wert des in der Industrie verwendeten Edelmetalls steigern.

Im Jahresdurchschnitt rechnen 37 Analysten, Händler und Fondsmanager für 2013 mit einem Palladiumpreis von 745 Dollar pro Feinunze, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Reuters-Umfrage hervorgeht. Das wären 16 Prozent mehr als der Durchschnittspreis von 641 Dollar pro Feinunze vom vergangenen Jahr und läge noch über dem bisherigen Rekordwert von 730 Dollar im Jahr 2011.

Für 2014 rechnen die Experten sogar mit einem Anstieg auf durchschnittlich 820 Dollar pro Feinunze. Im Schlussquartal 2012 trieb vor allem die Erwartung einer starken Nachfrage von Autoherstellern aus den USA und China den Preis für Palladium so stark in die Höhe wie seit zwei Jahren nicht mehr. Palladium wird unter anderem in Katalysatoren verbaut.

Preistreibend dürften sich zudem auswirken, dass Russland weniger Palladium anbieten werde sowie befürchtete Streiks von südafrikanischen Bergwerksarbeitern. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Palladium-Versorgung langfristig knapp werde, sei sehr hoch, sagte Analyst Daniel Brebner von der Deutschen Bank.

Beim Platinpreis rechnen die Befragten 2013 mit einem Durchschnittspreis von 1700 Dollar pro Feinunze - ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Schnitt von 2012. Platin wird stärker in Dieselmotoren verwendet, deren Absatz unter der Autokrise in Europa leiden dürfte.

Für Gold rechnen die 37 Experten mit einem durchschnittlichen Preis von 1775 Dollar je Feinunze, ein Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Durchschnittswert 2012. Die Befragten erwarten 2014 einen wenig veränderten Preis von 1780 Dollar pro Feinunze.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Expertenumfrage: Palladium ist das neue Gold"

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  • Langfristig gesehen sind wir alle tot.

  • für den Endkunden macht Palladium kurz bis mittelfristig keinen Sinn, da 19% Mehrwertsteuer gezahlt werden müssen.

    Auch ist der Spred zwischen An- und Verkauf sehr hoch.

    Eine alternative zu Gold sieht anders aus...

    Palladium ist eine Alternatve zu Platin

  • Rechner, genau das ist der Vorteil, dass Gold eben nicht "gebraucht" und verbraucht wird. Damit ist es nicht Konjunkturabhängig. Schauen Sie an, was das Platin bei Beginn der Krise gemacht hat. Es ist (!im Verhältnis zum Gold!) deutlich zurück geblieben. Gold ist ein Geldmetall. Ich weiß, das verstehen Sie nicht, weil Sie keine Ahnung über die 7000 Jahre alte Geschichte vom Gold haben. Haben Sie ja schon öfters durchblicken lassen. Fazit: Gerade Goldinvestoren freuen sich, dass Gold eben kein Industriemetall ist. Sie haben keine Ahnung, wollen aber mitreden. Tipp: Nutzen Sie Ihren Rechner auf dem Kopf, schalten Sie ihn ein und fangen erst mal an Literatur darüber zu lesen.

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