Fachkräfte zur Rohstoffförderung fehlen
Goldproduktion in Südafrika knickt weiter ein

Südafrikas Goldproduktion büßt weiter an Glanz ein. Der Kap-Staat - der 2007 erstmals seit mehr als 100 Jahren seinen Titel als weltgrößter Produzent des Edelmetalls verloren hat - liegt nach den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen für 2008 weltweit nun hinter China und den USA auf Rang drei.

HB JOHANNESBURG. Im Jahresvergleich verzeichnete die Branche am Kap eine 10,7-prozentige Fördereinbuße, berichtete das nationale Statistikamt Stats SA am Donnerstag. Den Angaben zufolge sank die Goldproduktion im Dezember 2008 um 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum.

Als Gründe nannte das Amt neben einem chronischen Fachkräftemangel vor allem die Energiekrise im Land. Der staatliche Energiekonzern Eskom hatte der Bergbau-Industrie nach fünftägigem Produktionsausfall Anfang des Jahres die Auflage gemacht, mindestens zehn Prozent des normalerweise benötigen Stroms zu sparen. Nach Beschwerden und heftigen Produktionseinbrüchen wurde die Auflage auf fünf Prozent reduziert. Insgesamt arbeiten im südafrikanischen Bergbau rund 470 000 Menschen, davon allein 100 000 im Gold-Abbau.

Während in Europa heute die Aktienkurse ganz überwiegend fielen, erreichte der Goldpreis heute in London fast ein Sechs-Monats-Hoch. Er legte um fast ein Prozent auf 946 Dollar zu, der Preis für Platin stieg zeitgleich um 1,8 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch bei 1.088,50 Dollar pro Unze, Silber legte um 0,7 und Platin um 0,4 Prozent zu. Erst gestern hatte der Markt Angaben der Agentur Bloomberg zufolge den stärksten Gold-Tagesgewinn in zwei Wochen verzeichnet.

Derweil stiegen die vom größten in Gold investierenden Indexfonds, dem SPDR Gold Trust, gehaltenen Vorräte auf einen Rekord von 935,09 Tonnen.

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