Fed am Dienstag, EZB am Donnerstag
Euro hält sich deutlich über 1,20 Dollar

Der Euro hat am Dienstag vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed kräftig zugelegt und ist deutlich über die Marke von 1,20 Dollar geklettert. Händler erklärten den Anstieg der Gemeinschaftswährung unter anderem mit dem Überspringen wichtiger charttechnischer Marken.

HB FRANKFURT. „Wir sehen eine Gegenreaktion zu den jüngsten Euro-Verlusten“, sagte ein Händler. „Der Sprung über die Marke von 1,2020 hat Euro-Anschlusskäufe ausgelöst.“ Ihr Hauptaugenmerk richteten die Börsianer vor allem auf den am Abend (MESZ) erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank. „Der Markt wird ganz genau auf den Tonfall der Fed achten und daraus auf einen möglichen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung schließen“, sagte Dorothea Huttanus, Devisenanalystin bei der DZ Bank.

Zwar erwarten Börsianer nicht, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Allerdings warten sie auf Hinweise, wann dies der Fall sein könnte. Zahlreiche Analysten rechnen mittlerweile mit August als Termin für eine Anhebung des US-Leitzinses, der derzeit bei einem Prozent liegt.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,2058 Dollar nach einem Schlusskurs in New York am Vorabend bei 1,1937 Dollar. Noch am Vormittag war die Gemeinschaftswährung um die Marke von 1,20 gependelt. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,2056 (Montag 1,1962) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,2061 (1,1953) Dollar.

Eine ganze Reihe positiver US-Konjunkturdaten haben in der jüngsten Zeit an den Märkten Spekulationen über eine Erhöhung des Schlüsselzinses angefacht und den Euro unter Druck gebracht. Daher blicken Börsianer auch mit Argusaugen auf die für Freitag erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Eine Anhebung des Leitzinses in den USA würde Euro-Anlagen für Investoren weniger attraktiv machen, da ein Teil des Renditevorsprungs der Euro-Zone zu den USA dann verloren ginge.

Am Donnerstag steht zudem die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Auch hier erwarten die meisten von Reuters befragten Analysten keine Änderung des derzeitigen Leitzinses von 2,00 Prozent.

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