Feinunze kostet um die 360 Dollar
Gold bröckelt etwas ab

Gold hat am Dienstag nach den Avancen der Vortage zur Handelsmitte wieder etwas leichter tendiert. Analysten rechneten allerdings kurzfristig mit weiteren Anstiegen.

Reuters LONDON. Gold ist am Dienstag im europäischen Handel im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed bei dünnem Geschäft etwas abgebröckelt. Diese könnte den Preis des Edelmetalls indirekt über den Dollar beeinflussen, so ein Händler. Das in der US-Devise notierte Gold reagiere üblicherweise auf die Bewegungen am Devisenmarkt; ein schwacher Dollar verbilligt das gelbe Metall für Anleger aus anderen Währungsräumen.

Analysten rechnen zwar damit, dass das Fed die Leitzinsen unverändert bei einem Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren lässt. Die erwarteten Kommentare zur Verfassung der amerikanischen Wirtschaft könnten aber Auswirkungen auf den Dollar haben.

Analysten gehen allerdings überwiegend von einem weiter steigenden Goldpreis aus. Das Edelmetall werde immer noch als sichere Anlage gesehen. Ein leichter Widerstand wird bei 363 Dollar und ein stärkerer dann bei 365 Dollar ausgemacht. Neben einer für die Ferienmonate überraschend starken physischen Nachfrage sowie spekulativen Käufen hatte im Verlauf auch die mögliche Übernahme des Goldproduzenten Ashanti Goldfields aus Ghana durch die südafrikanische

Anglogold dem gelben Metall Auftrieb verliehen und über die wichtige Marke von 360 Dollar geholfen. Anfang August hatte Gold noch bei rund 346 Dollar notiert. Dabei spekulieren Händler darauf, dass Anglogold einen Grossteil des hohen Bestands an Leerverkäufen bei Ashanti decken wird.

Die Feinunze Gold wurde zum Handelsende in Europa bei 359,40/359,90 Dollar gehandelt nach 361,70/362,50 Dollar zum Vortagesschluss in New York. Im Tagesverlauf war ein Hoch von 362,00 Dollar erreicht worden. Das Nachmittagsfixing in London erfolgte bei 360,10 Dollar nach 360,00 Dollar am Vormittag und 359,15 am Montagnachmittag.

Silber verlor aufgrund von Gewinnmitnahmen markant auf 4,83/4,85 von 4,98/5,00 Dollar in New York. Platin mit 690/695 nach 689,50/694,50 Dollar und Palladium mit 173/178 nach 174/181 Dollar notierten kaum verändert.

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