Flucht in Yen und Franken
Euro bei nervösem Handel etwas höher

Am Devisenmarkt bleibt das Geschäft von hoher Nervosität geprägt. Die Unsicherheit der Anleger spiegelte sich vor allem in der weiter hohen Nachfrage nach den Anti-Krisen-Währungen Yen und Franken wider.
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FrankfurtDer Euro notierte am Donnerstag im frühen europäischen Handel mit 1,4240 Dollar zwar wieder einen halben US-Cent über dem New Yorker Schlussniveau. Doch sei die Gemeinschaftswährung weiter anfällig, auch wenn sie in der Handelsspanne der vergangenen Monate von rund 1,40 bis 1,44 Dollar verharren dürfte. „Es brodelt weiter“, titelte die Commerzbank in ihrem Morgenkommentar.  

Die Verunsicherung ging am Vortag unter anderem von Gerüchten über die Bonität Frankreichs aus. „Allerdings sind Spekulationen um eine Herabstufung Frankreichs sachlich kaum begründet“, schrieben die Commerzbank Analysten. So hatten alle drei Ratingagenturen am Mittwoch ihre Bestnote für die zweitgrößte Volkswirtschaft bestätigt. Sollte Frankreich aber doch sein „AAA“ verlieren, könnte dies nach Einschätzung der Commerzbank den EFSF-Rettungsfonds nahezu handlungsunfähig machen.  

Die Unsicherheit der Anleger spiegelte sich vor allem in der weiter hohen Nachfrage nach den Anti-Krisen-Währungen Yen und Franken wider. „Die Schuldenkrisen machen die Anleger extrem nervös hinsichtlich jeglichen Risikos, und weil man weder den Euro noch den Dollar kaufen kann, gehen die Anleger in Yen, Franken und Gold“, erklärte Tsutomu Soma, Währungsstratege bei Okasan Securities. „Ich denke, die Fed, die BoJ und andere Notenbanken müssen stärkere Maßnahmen ergreifen“, fügte Soma hinzu.   

Der Bund-Future begann leichter und notierte nach einigen Handelsminuten mit 134,05 Punkte fünf Ticks niedriger.  

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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