Folgen der Sanktionen
Russischer Rubel rutscht auf Rekord-Tief

Den dritten Tag in Folge ist die russische Währung auf ein Rekordtief gefallen. Ein Dollar kostete am Freitag 48,14 Rubel. Das ist ein Plus von 2,7 Prozent. Auch die russischen Aktienwerte reagieren auf den Kursabfall.
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FrankfurtWegen mangelnder Stützungskäufe der russischen Zentralbank ist die Währung des Landes am Freitag den dritten Tag in Folge auf ein Rekordtief gefallen. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 2,7 Prozent auf 48,14 Rubel.

Die Notenbanker hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie die täglichen Stützungskäufe auf 350 Millionen Dollar begrenzen wollen – das ist nur noch ein Bruchteil dessen, was sie in den vergangenen Wochen in die Hand genommen hatte, um die Talfahrt des Rubel abzubremsen.

Auch die russischen Aktienwerte gerieten wieder ins Rutschen. Der Moskauer Leitindex RTS, dessen Werte in Dollar notiert werden, fiel um bis zu 3,7 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief von 979,49 Punkten.

Die russische Wirtschaft leidet unter den Folgen von Sanktionen, die der Westen gegen das Land wegen dessen Rolle im Ukraine-Konflikt verhängt hat. Seit Jahresbeginn haben der Rubel und der RTS-Index jeweils mehr als 30 Prozent verloren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Folgen der Sanktionen: Russischer Rubel rutscht auf Rekord-Tief"

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  • @ Herr Norbert Wolte

    >> Nun, Herr der Ringe, was lernt man daraus? Man suche sich einen Geschäftspartner, dem man vertrauen und mit dem man seine Geschäfte in harter Währung abwickeln kann. >>

    Sie sagen es !

    Die Russen haben bei ihren Geschäftsanbahnungen dem verlogenen Westen vertraut,

    die WTO-Bedingungen für Ernst genommen ( schließlich haben sie den WTO - Beitritt 17 Jahre lang verhandelt ) ,

    sind schlicht den West-Lügen auf den Leim gegangen und mußten jetzt lernen, dass ein Schurkenstaat wie Ukraine all die Vorsätze zu Nichte machen konnte !

    Die Russen sollten sich jetzt ihre Partner anderweitig suchen, bei Chinesen, Indern, Brasilianern, Afrikanern.......obwohl sie den Europäern mentalitätsmäßig viel näher sind.

    Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf.

    Die 25 Jahre harter, schweißtreibender Arbeit zur Geschäftsentwicklung zahlreicher Deutscher Firmen in Russland ist für die Katz......Obama sei Dank !

    Und die Hunderttausende Arbeitsplätze im Westen sind mit weg !

    Aber das juckt wohl die volksverräterischen Marionetten der Regierung, die selbst üppig am Steuertrog nuckeln, wenig.





  • Nun, Herr der Ringe, was lernt man daraus? Man suche sich einen Geschäftspartner, dem man vertrauen und mit dem man seine Geschäfte in harter Währung abwickeln kann. Man suche sich ein Land ohne Verbote, Devisenbeschränkungen und mit noch weniger Ideologie. Leider fährt Putin sein Land jetzt richtig gegen die Wand. Will doch seine Notenbank den Rubel nicht mehr stützen.
    Wie ich schon sagte, Putin kann seinen Laden bald dicht machen. Und das Gejammer der Westfirmen kann ich verstehen. Aber ein Blick in die Bilanzen und Berichte zeigt mir, dass sie es überleben werden. Russland ist schließlich nur ein Handelspartner von vielen.
    Anbei ein Artikel aus dem Hause Axel Springer. "Wem gehören die Medien?" Nun, hier zu einem ganz kleinen Teil mir, weil Aktionär.

    http://www.welt.de/finanzen/article134081630/Putin-liefert-Russlands-Oekonomie-den-Finanzmaerkten-aus.html

  • Ist doch mit dem EURO auch so, dank EZB mit Draghi an der Spitze. Und unsere Politiker finden es gut, dann ist doch Russland auf dem selben gutem Weg wir Europa, oder?

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