Fonds-Käufe
Goldpreis legt weiteren Kurssprung hin

Gold hat zu Wochenbeginn einen weiteren Kurssprung hingelegt und den höchsten Stand seit 17 Jahren erreicht. Der steigende Dollar, sonst oft ein Hemmschuh für das gelbe Metall, konnte Gold dieses Mal nichts anhaben, da Fonds auf den Zug aufsprangen und ihm mit ihren Käufen weiteren Schwung verliehen.

HB ZÜRICH. Das zweite Fixing in London lautetet auf 464,50 Dollar nach 461,95 Dollar am Vormittag und 457,20 Dollar am Freitagnachmittag.

Für den kräftigen Anstieg des Goldpreises wurden Inflationsbefürchtungen ins Feld geführt. Es hieß auch, die europäischen Zentralbanken, die ihre Goldbestände abbauen wollen, hätten ihre Jahresverkaufsziele bereits erreicht. Die Notenbanken habe sich untereinander über einen Zeitraum von fünf Jahren auf Verkaufs-Obergrenzen verständigt.

Der Goldpreis hat im Jahr 1988 mit knapp 489 Dollar einen Höchststand erreicht. Nun gibt es Stimmen im Markt, die das Edelmetall im kommenden Jahr wieder in diesen Preisdimensionen sehen.

Kurzfristig, so ein Händler, wäre eine Konsolidierung besser für den Markt. Es zeichne sich eine Übertreibung ab. Doch die Bereitschaft, auf einen fallenden Preis zu setzen, sei im Moment gering.

Der inverse Preiszusammenhang zwischen Dollar und Gold scheine im Moment nicht zu gelten, hiess es weiter. Im Juni hatte sich Gold schon einmal vom Dollar abgekoppelt. Dieses mal dürfte die Phase der Entkoppelung länger ausfallen, so der deutsche Edelmetallhändler Heraeus. Auch in Euro müsse mit einem höheren Goldpreis gerechnet werden und industrielle Goldverbraucher täten gut daran, Schwächephasen für Absicherungstransaktionen zu nutzen, so das bei Frankfurt ansässige Traditionsunternehmen.

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