Fondsmanager
Derivate könnten Rohstoff-Blase begünstigen

Das große Volumen an Derivaten auf Rohstoffe könnte einem Fondsmanager zufolge mittelfristig zur Entstehung von Preisblasen beitragen.
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rtr ZÜRICH. "Swaps, Futures, ETF, strukturierte Produkte haben einen immer größeren Einfluss auf die Rohstoffmärkte", sagte Roland Jansen vom Schweizer Vermögensverwalter Mother Earth Investments am Montag bei einer Investoren-Präsentation. Ihr Wert umfasse inzwischen rund 95 Milliarden Dollar.

Viele dieser Instrumente seien nicht physisch, sondern mit anderen Finanzinstrumenten unterlegt. Dies erhöhe das Gegenpartei-Risiko. "Ich bin unsicher, ob alle ihre Verpflichtungen erfüllen können", sagte Jansen. "Ich gehe davon aus, dass wir Manipulationen und Skandale erleben werden."

Vor zehn Jahren habe sich der Anteil der Rohstoff-Spekulation noch auf 20 Prozent des Marktvolumens belaufen, inzwischen liege er bei 50 Prozent. Mit dem steigenden Anteil der Spekulation nehme auch die Volatilität zu. "Ich habe Angst, dass es zu einer Blase kommen könnte", sagte Jansen

.

Mother Earth will in rund drei Wochen einen Fonds lancieren, der in 20 physische Rohstoffe investiert und sich an institutionelle Anleger und größere Privatinvestoren richtet.

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