Devisen + Rohstoffe
Fondsmanager sorgen sich um den Dollar

Der Optimismus internationaler Vermögensverwalter über die Entwicklung der Aktienmärkte hat im September einen Dämpfer erhalten. Der Grund: Seit die G7-Finanzminister vor zwei Monaten in Dublin eine größere Flexibilität von Wechselkursen gefordert haben, befürchten von Merrill Lynch befragte Fondsmanager, dass sich der Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro weiter abschwächt und Firmengewinne stärker schwanken.

rez FRANKFURT/M. Auf Grund der auf dem G7-Treffen geschürten Unsicherheit erwarten die befragten Fondsmanager auch, dass die US-Notenbank den Leitzins einen Monat später als bislang erwartet - erst im September 2004 – anhebt.

„Die Fondsmanager haben sich die G7-Forderung zu Herzen genommen“, kommentierte David Bowers, Chef-Investmentstratege bei Merrill Lynch das Ergebnis der Umfrage. Trotz der jüngsten Dollar-Schwäche halten fast die Hälfte der Befragten den Dollar für überbewertet. Knapp 40 % erwarten, dass der Yen-Kurs weiter zulegt. Dies führe nach Ansicht der 307 befragten Fondsmanager, die ein Vermögen von 918 Mrd. Dollar verwalten, auch zu stärkeren Schwankungen von Firmengewinnen, sagte Bowers.

„Ein Teil ihrer im September geäußerten Euphorie ist damit verflogen.“ Nach Aussagen Bowers zeigt sich dies im nun geringeren Appetit auf Risiko: Nur noch 18 % der Befragten gaben im Oktober an, einen überdurchschnittlichen Risikoappetit zu verspüren. Im September waren es noch 27 %. Außerdem haben die Fondsmanager ihren Anlagehorizont etwas verkürzt und ihre Liquiditätsquote leicht auf 3,9 % erhöht.

Gleichwohl bleiben knapp zwei Drittel der Vermögensverwalter übergewichtet in Aktien und untergewichtet in Anleihen. Merrill Lynch begründet dies zum einen mit den vergleichsweise teuren Bonds gegenüber Aktien. Zum anderen glaubten Fondsmanager nach wie vor an eine weltweite Wirtschaftserholung. Immerhin rechnen fast drei Viertel der Befragten damit, dass die Bondkurse binnen eines Jahres wieder nachgeben.

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