Franken-Design
Neue Scheine für die Schweiz

April 2016: Auf dieses Datum haben die Schweizer hin gefiebert. Nach jahrelangem Tauziehen soll dann endlich der neue 50-Franken-Schein gedruckt werden. Was es zu den neuen Franken-Scheinen alles zu wissen gibt.
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ZürichDie Schweiz und die Pünktlichkeit; das gehört zusammen wie die Deutschen und ihr Auto oder ein Fisch und Wasser. Doch nicht immer klappt es mit der Pünktlichkeit: Die Ausgabe neuer Franken-Noten verzögert sich nun schon seit Jahren. Ursprünglich sollten die neuen Scheine seit fünf Jahren in den Portemonnaies stecken. Nun kündigte Schweizerische Nationalbank nun an: Die erste neue 50-Franken-Note kommt im April 2016.

Die neuen Franken-Scheine werden etwas kleiner als die alten sein, die Farben sollen aber ungefähr die gleichen bleiben, also bleibt die 100-er Note zum Beispiel blau. Wichtige Nachricht für Sparer: Die 1000-er Note wird es auch in der Neuauflage geben. Angesichts niedriger Zinsen und wohl auch um auch Gelder vor dem Finanzamt zu verstecken, horten Sparer 1000-er Noten. Im Mai 2015 waren 1000-er Noten im Wert von 41,6 Milliarden Franken im Umlauf; ein Jahr zuvor waren es nur 36,6 Milliarden.

Wann die neue 1000-er Note kommt, ist laut Schweizer Notenbank noch nicht klar. Im Herbst 2016 folgt zunächst der neue 20-Franken-Schein. „Die übrigen Notenwerte der neuen Serie werden im Anschluss daran mit einem Abstand von einem halben oder einem Jahr emittiert“, teilte die Notenbank mit.

Bis Ende 2019 sollen alle neuen Geldscheine emittiert sein. Den Abschluss der neuen Notenserie wird nach Angaben eines Sprechers die 100-er Note bilden, „denn sie hat die größte Auflage.“ Laut den Statistiken waren im Mai rund 111 Millionen 100-Franken-Noten im Umlauf.

Grund für die jahrelange Verspätung war die aufwendige Sicherheitstechnik, die die neuen Bank-Noten enthalten sollen. Die Integration dieser Sicherheits-Merkmale in einen Massendruck habe sich als komplizierter als erwartet herausgestellt. Über Details schweigt sich die Notenbank aus. „Da aber die alten Noten keine Probleme in Sachen Sicherheit haben, konnten wir uns die Zeit nehmen“, erklärte ein Sprecher.

Gedruckt werden die Noten in der Sicherheitsdruckerei von Orell Füssli, das Unternehmen gehört zu einem Drittel der Schweizer Nationalbank. Die Probleme mit den neuen Scheinen hatte dem Unternehmen Verluste eingebracht. Hinzu kam eine peinliche Panne: Denn 2012 waren Orell Füssli 1800 neue 1000-Geldnoten geklaut worden.

Mittlerweile hat das Traditionsunternehmen neue Druckmaschinen aufgestellt und die Probleme offenbar im Griff zu sein. Das schlägt sich auch in den Zahlen von Orell Füssli nieder, im ersten Halbjahr meldete die Sparte Sicherheitsdruck einen Vorsteuergewinn (Ebit) von 9,3 Millionen Franken nach einem Verlust von 3,3 Millionen Franken im Vorjahr.

Wie genau die neuen Noten aussehen werden, ist bisher geheim. Die erste neue Franken-Note, der 50-er Schein, wird im April nächsten Jahres offiziell vorgestellt.


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  • Ich hab den 55 Frankenschein schon gesehen. So wackelig das Ding.

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