Frucht vor neuer Protestwelle: Türkische Lira fällt nach erneuten Unruhen

Frucht vor neuer Protestwelle
Türkische Lira fällt nach erneuten Unruhen

Nach erneuten Protesten am Dienstag fällt die türkische Landeswährung auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Auslöser war der Tod eines 15-Jährigen, der bei den Gezi-Protesten im vergangenen Jahr verletzt wurde.
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FrankfurtDie Furcht vor einer neuen Protestwelle in der Türkei hat die Landeswährung am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen gedrückt. Ein Dollar verteuerte sich bis auf 2,2590 Lira nach 2,2460 Lira im Schlussgeschäft vom Dienstag. Die Börse in Istanbul notierte 1,1 Prozent schwächer. Nach dem Tod des 15-jährigen Berkin Elvan, der im Sommer vergangenen Jahres bei einer Straßenschlacht von Polizei und Regierungsgegnern zwischen die Fronten geraten war, kam es zu Auseinandersetzungen in einigen türkischen Städten.

Der Junge war am 16. Juni vermutlich von einer Tränengasgranate der Polizei am Kopf getroffen worden und ins Koma gefallen. Anfang der Woche erlag er seinen schweren Verletzungen. Berkin Elvan ist das sechste Tote der landesweiten Protesten im Mai und Juni, die sich an Erdogans Plänen für den Bau eines Einkaufszentrums auf dem Gelände des Gezi-Parkes in Istanbul entzündet hatten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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