Furcht vor schleppender Konjunkturerholung
Euro bleibt unter Druck

Die weiter anhaltende Furcht der Anleger vor einer nur schleppenden Konjunkturerholung in der Euro-Zone hat den Euro am Donnerstag erneut belastet und zeitweise sogar unter die Marke von 1,10 Dollar gedrückt.

Reuters FRANKFURT. „Der Euro sieht in seinem Verlauf extrem verletzlich aus und starke US-Daten am Nachmittag könnten eine neue Verkaufswelle lostreten“, sagte Ian Gunner, Devisenexperte bei Mellon Financial. Auf die gesunkene Zahl der wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe reagierte der Euro allerdings kaum. Im Laufe des Nachmittages stehen aber weitere US-Konjunkturdaten an.

„Die US-Devise profitierte zuletzt vor allem von dem durch schwache europäische Wirtschaftsdaten hervorgerufenen Euro-Sentiment“, schrieben die Währungsexperten von der Helaba in einem Marktkommentar. Vor allem die sehr positive Entwicklung der US-Aktienmärkte habe die Attraktivität amerikanischer Anlagen wesentlich erhöht. „Der Höhenflug des US-Dollar scheint kurzfristig nicht zu bremsen.“

Am Nachmittag kostete ein Euro 1,0094 Dollar nach einem Kurs von 1,1117/21 Dollar zum Handelsschluss in New York am Vorabend. Damit hat er seit seinen Höchstständen im Juni von rund 1,19 Dollar rund zehn Cent verloren. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,0961 (Vortag 1,1082) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs mit 1,1009 (1,1109) Dollar.

Mit Spannung warteten die Marktteilnehmer nun auf die für den Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten, von denen sie sich Aufschluss auf den Stand der Wirtschaftsentwicklung in den USA erwarten. Die Zahl der Erstanträge fiel den Angaben des US-Arbeitsministeriums zufolge auf 386.000. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit 395.000 Erstanträgen gerechnet.

Des Weiteren stehen aus den USA noch die Frühindikatoren für Juli (16.00 Uhr) sowie der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia (18.00 Uhr) für August an. Von Reuters befragte Analysten erwarten beim Philadelphia-Index einen Anstieg auf 9,9 Punkte von 8,3 Punkten im Juli.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%