Furcht vor Tropenstürmen
Ölpreis erreicht Allzeit-Hoch

Der Ölpreis hat am Mittwoch erstmals die 61-Dollar-Marke durchbrochen. Die Furcht vor einer Unterbrechung der Öl- und Gaslieferungen aus dem Golf von Mexiko durch Tropenstürme hat die Preise in den USA und Europa nach oben getrieben.

HB NEW YORK. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichten US-Öls im August-Kontrakt kostete in der Spitze 61,35 Dollar. Die marktführende Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August erreichte vorübergehend mit 60 Dollar pro Barrel ebenfalls ein Rekordhoch.

Händlern zufolge lösten die Stürme an den Energiemärkten Befürchtungen aus, vor allem das Angebot am weltgrößten Energie-Verbrauchermarkt USA könnte durch Lieferunterbrechungen knapp werden. Zwar habe der Tropensturm „Cindy“ nur geringfügige Auswirkungen auf die Ölförderung im Golf von Mexiko gehabt. Doch braue sich mit „Dennis“ bereits ein weiterer Sturm in der Karibik zusammen.

„Cindy“ hatte am Mittwoch hunderttausenden Menschen im Südosten der USA den Strom abgeschnitten und Überschwemmungen verursacht. Energiekonzerne evakuierten eine Teil ihrer Belegschaften auf Bohrinseln im Golf von Mexiko.

Analysten warnten indes vor Panik. „Wir sehen wirklich kaum Grund zur Panik, zumindest bei der aktuellen Versorgung (mit Öl)“, sagte Tim Evans von IFR Energy Services. Das größere Problem seien die Finanzanleger, die mit ihrer Überzeugung, dass eine Verknappung unmittelbar bevorstehe, die Preise in die Höhe trieben. Dies widerspreche der tatsächlichen Situation. Die Öllieferungen nähmen in Wirklichkeit zu, die Nachfrage sinke und die Vorratslager seien um 7,7 % höher gefüllt als vor einem Jahr, sagte er.

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