G8-Staaten besorgt
Furcht vor Hurrikan treibt Ölpreis weiter

Die G8-Staaten haben zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Gleneagles ihre Besorgnis über die steigenden Ölpreise zum Ausduck gebracht. Zugleich stieg am Freitag die Furcht vor Produktionsausfällen im Golf von Mexiko. Am New Yorker Terminmarkt stieg der Ölpreis auf mehr als 61 Dollar. In Deutschland setzte sich die Preisspirale für Heizöl und Benzin fort.

HB GLENEAGLES/NEW YORK. In ihrer Abschlusserklärung bekräftigten die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer und Russlands ihre Sorge über den „hohen und volatilen Ölpreis“. Das Wirtschaftswachstum bleibe weltweit zwar „robust“. Es werde sich aber mit einer „moderateren“ Geschwindigkeit entwickeln.

Der sich der US-Südküste nähernde Hurrikan „Dennis“ ließ den Preis für Rohöl zur Auslieferung im August in New York gegenüber dem Vortag um 62 Cent auf 61,35 Dollar je Barrel (159 Liter) klettern. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) war am Donnerstag trotz der Terroranschläge von London nahezu unverändert geblieben. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Freitag in Wien kostete ein Barrel im Durchschnitt 54,82 US-Dollar, zwei Cent mehr als am Vortag.

In Deutschland stiegen die Heizölpreise einer Branchenumfrage des Energie Informationsdienstes (EID) zufolge im Vergleich zur Vorwoche um fast 10 Prozent auf den Rekordstand von knapp 60 Euro je 100 Liter bei einer Abnahme von 3000 Litern. Wegen der hohen Heizölpreise hielten sich die Kunden mit dem Einkauf zurück, hieß es beim EID. Im mehrjährigen Vergleich fehlten rund 2,5 bis 3 Millionen Tonnen in den Heizöltanks. Auch die Kraftstoffpreise bewegten sich am Freitag wieder auf Rekordniveau. Für Diesel musste durchschnittlich 1,10 Euro und mehr bezahlt werden, Super kostete über 1,25 Euro.

In den vergangenen Tagen hatte der Wirbelsturm „Cindy“ die tägliche Ölproduktion im Golf von Mexiko um 12,7 Prozent sinken lassen. Dort wird in großem Stil Öl und Erdgas gefördert. Über die Golfhäfen läuft auch ein erheblicher Teil der amerikanischen Ölimporte. Zudem gibt es in den Küstengebieten von Texas, Louisiana, Mississippi und Alabama zahlreiche Raffinerien und petrochemische Großanlagen.

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