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Gasprom will nach Scheitern bei Yukos-Auktion Öltochter abstoßen

Der teilstaatliche russische Gaskonzern Gasprom will seine erst im November registrierte Öl-Tochter Gaspromneft verkaufen. Ein entsprechender Vorschlag des Vorstands solle dem Aufsichtsrat unterbreitet werden, teilte Vorstandssprecher Sergej Kuprijanow am Dienstagabend in Moskau mit.

dpa-afx MOSKAU. Der teilstaatliche russische Gaskonzern Gasprom will seine erst im November registrierte Öl-Tochter Gaspromneft verkaufen. Ein entsprechender Vorschlag des Vorstands solle dem Aufsichtsrat unterbreitet werden, teilte Vorstandssprecher Sergej Kuprijanow am Dienstagabend in Moskau mit. Trotz des Verkaufs ändere sich nichts an der Gasprom-Strategie, auch im Ölgeschäft weiter zu wachsen, sagte er nach Angaben russischer Agenturen.

Gasprom hatte die Tochterfirma nach Expertensicht aus zwei Gründen geschaffen. Zum einen galt Gaspromneft aus Sicht des Kremls als zuverlässiges Vehikel, um den Yukos-Ölförderer Juganskneftegas zu erwerben. Allerdings verlor Gaspromneft bei der Auktion am Sonntag überraschend gegen die unbekannte Firma Baikalfinanzgruppe, deren Hintergrund noch unklar ist.

Zum zweiten hatte der russische Staat die Ölfirma Rosneft in Gaspromneft eingebracht, um im Gegenzug seinen Anteil an Gasprom zu erhöhen. Bei direkter Kontrolle des Staates über mehr als 50 Prozent an Gasprom soll der Handel mit dem Rest der Aktien liberalisiert werden, um Kapital anzuziehen. Am Ziel dieser Liberalisierung ändere sich durch den Verkauf von Gaspromneftegas nichts, sagte Kuprijanow./

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