Gastbeitrag zur Schweiz und dem Euro Wenn Unvorstellbares Realität wird

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Schwerer Schlag gegen das Kartenhaus Finanzsystem

Wer Franken hortet wird mehr denn je zur Kasse gebeten. Ferner verschiebt die SNB das Zielband für ihren Referenzzins Dreimonats-Libor weiter in den negativen Bereich auf minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent.

Dem Irrsinn sind Tor und Tür geöffnet. Verheerende Konsequenzen hatte die Entscheidung auf den Schweizer Leitindex SMI – dieser verlor in der Spitze 14 Prozent. Parallel flüchteten die Investoren in Schweizer Anleihen.

Die Nachfrage ist mittlerweile so hoch, dass selbst neunjährige Schweizer Staatspapiere eine negative Rendite aufweisen. Dies bedeutet nichts weiter, als dass die Schweiz sogar dann noch Geld von den Anlegern bekommt wenn sie sich von ihnen für neun Jahre Geld ausleiht. Wer kann dies noch ernst nehmen?

Besitzer von Fremdwährungskrediten stehen jetzt vor gewaltigen Problemen. Bis zum 15. Januar 2015 hat man für einen Euro knapp 1,2 Franken bekommen. Erhält man zukünftig lediglich einen Franken für einen Euro, muss man für einen 100.000-Franken-Kredit ohne Zinsen statt 83.000 Euro nun 100.000 Euro zurückbezahlen.

Heute kann noch niemand endgültig die Folgen der Notenbank Entscheidung abschätzen. Die Auswirkungen für die Schweizer Exportwirtschaft werden voraussichtlich immens sein. Ein weiteres Mal ist Unmögliches möglich geworden und das Kartenhaus Finanzsystem hat einen weiteren Schlag bekommen. Es ist mehr denn je an der Zeit umzudenken. Noch ist Zeit und nichts ist alternativlos. Ein spannendes Jahr steht uns bevor.

Der Autor:

Matthias Weik ist Ökonom, Querdenker und Honorarberater. Zusammen mit seinem Partner Marc Friedrich schrieb Weik den Bestseller Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller: „Der größte Raubzug der Geschichte“.

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4 Kommentare zu "Gastbeitrag zur Schweiz und dem Euro: Wenn Unvorstellbares Realität wird"

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  • "Noch ist Zeit und nichts ist alternativlos. Ein spannendes Jahr steht uns bevor."
    Sicher irrt sich Herr Weik. Die personifizierte Alternativlosigkeit führt unsere Regierung und wird von einer Hand voll Polit-Ökonomen, die vor allem bei ARD und ZDF das Volk beeinflussen, immer wieder hoch-wissenschaftlich in ihrem sinnleeren Tun bestätigt.

  • Ja und? Die Welt wird sich trotzdem weiterdrehen.

    Den Mutigen gehört die Zukunft. Nur sie haben den Mumm für Veränderungen.

  • Die Schweiz gibt die Richtung an. Wer die Eurowährung zu letzt hält, verliert. Welches Land wird das sein?

  • Zitat: "Der 15. Januar 2015 wird in die Geschichte eingehen. Bis dato verteidigte die Schweizer Notenbank (SNB) drei Jahre krampfhaft den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro"

    Guckt sich eigentlich auch nur einer vom Handelsblatt mal den Chart vom Franken an??
    Seit dem 4. Quartal 2012 liegt der Wechselkurs ständig weit oberhalb der 1,20. Da musste die Schweiz nix kaufen - die hätten ihre Euros ganz bequem wieder verkaufen können und hätten damit den Euro doch nicht unter ihre Marke von 1,2 gebracht.
    www.finanzen.net/devisen/euro-schweizer_franken/chart

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