Geldanlage: Das Endspiel am Goldmarkt hat begonnen

Geldanlage
Das Endspiel am Goldmarkt hat begonnen

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Für Manager kann es ein Problem werden, wenn ihr Fonds zu groß wird. "Wenn Hambro mit seinen acht Milliarden im Kreuz größere Umschichtungen vornehmen würde, könnte es an den Märkten rappeln", sagt der New Yorker Fondsmanager Michael Keppler, "er ist bei einigen Aktien so dick drin, dass er sie gar nicht mehr alle abstoßen könnte." Aber große Pakete abstoßen dürfte Hambro vorerst kaum.

Gemessen an historischen Bewertungsniveaus, werden die Minen derzeit bewertet, als stünde der Goldpreis bei unter 1 000 Dollar und nicht bei fast 1 400 Dollar pro Unze", sagt Goldanalyst Ronald Stöferle von der Erste Bank Group in Wien. Untermauert wird diese Einschätzung durch die Gold/XAU-Ratio. Diese Kennzahl lässt sich einfach ermitteln, indem der aktuelle Goldpreis in Dollar durch den Indexstand des Philadelphia Gold & Silver Miners Index (XAU) geteilt wird. Hohe Gold/XAU-Raten signalisieren, dass Goldminen relativ preiswert sind im Verhältnis zum Edelmetall selbst - und umgekehrt.

Stieg die Gold/XAU-Rate in den vergangenen Jahrzehnten über fünf, stellte sich dies in der Rückschau oft als guter Kaufzeitpunkt für Goldminenaktien heraus. Denn anschließend schnitt der XAU nicht nur relativ besser ab als der Goldpreis, er stieg auch absolut kräftig an. Werte unter vier dagegen fielen meist zusammen mit Hochpunkten des XAU - dann empfahl es sich, Gewinne bei Goldaktien mitzunehmen. Aktuell liegt die Gold/XAU-Ratio bei 6,5. Damit sind Goldaktien nach wie vor preiswert. Diese Anomalie des Goldmarkts eröffnet Anlagern Chancen, ihren Goldanteil über Minenaktien aufzustocken.

Etwa zwei Drittel des jährlich angebotenen Goldes kommen neu aus dem Boden. Die Produktion aber geht zurück. Aaron Regent, Chef des weltgrößten Goldkonzerns Barrick Gold, spricht von "Peak Gold" - wie beim Öl könnte der Gipfel der Produktion überschritten sein. Neue Vorkommen haben meist nur einen sehr geringem Goldgehalt im Gestein. In den Minen in Australien, Kanada und den USA verringerte sich der Goldanteil seit 1950 von durchschnittlich zwölf Gramm auf heute knapp drei Gramm pro Tonne.

Verantwortlich für den Goldpreisanstieg seien vor allem die enorm steigenden Kosten der Goldminen, sagt Fondsberater Joachim Berlenbach von der Earth Resource Investment Group. Der promovierte Bergbaugeologe hat die Bilanzen der fünf größten Goldproduzenten analysiert und Minen vor Ort besucht. Er entdeckte einen dramatischen Anstieg der Gesamtkosten pro geförderter Unze Gold. Binnen zehn Jahren sind diese jährlich um 18 Prozent auf aktuell 923 Dollar gestiegen. Für viele Goldminen liegt die Gewinnschwelle bei über 1 000 Dollar.

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Gold in der dritten Phase

Die Renditeschwelle bilde eine Untergrenze für den Goldpreis. Sinkt der unter die Gesamtproduktionskosten, können Minen nicht mehr rentabel arbeiten und müssen schließen - das Goldangebot verknappt sich. Deshalb werde der Goldpreis nicht mehr unter 1000 Dollar fallen, sagt Berlenbach. Steigt der Goldpreis aber über die Renditeschwelle, klettert der Gewinn der Mine überproportional stark. Die Börse hat das noch nicht richtig erkannt. Unter den Förderern besonders vielversprechend sind jetzt die südafrikanischen Werte Gold Fields und Harmony Gold, wegen ihrer hohen Gesamtkosten und ihrer tiefen Substanzbewertung.

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  • 37 auenland - sehr richtig analysiert - großen Teils besser als der Artikel!
    ich glaube, man wird 50 Maßanzüge kaufen können, für eine Unze Gold - und die noch greifbaren Verantwortlichen für die Zinseszins-Misere samt ihrer Lohnschreiber werden - mit viel Glück - gesiebte Luft atmen...

  • Ausgezeichneter Artikel!
    Vieles spricht dafür, daß Gold noch LANGE nicht in einer blase ist:

    1. Überschuldung. im Gegensatz zu den 80ern, befindet sich heute die GESAMTE WESTLiCHE WELT in einem Zustand der ÜbERSCHULDUNG.

    2. Keine Wachstumsaussichten. im Gegensatz zu den 90ern, als die Computertechnik und anschließend die informationstechnik enorme Wachstumsschübe auslöste, welche über das Wachstum die bedienung der Zinsen ermöglichten, haben wir heute wesentlich höhere Zinslasten, bei vollständig gestättigten Märkten.

    3. Expontentielles Wachstum kennt nur der Krebs. Es ist ein WirtschaftsWACHSTUM jährlich etwa 2,5% notwendig, damit die Arbeitslosigkeit nicht STEiGT.
    Diese 2,5% bedeuten einen exponentiell steigenden Energieverbrauch, Rohstoffverbrauch, Ressourcenverbrauch.
    Aufgrund dieses zutiefst kranken, verbrecherischen Schuldgeldsystems der "Demokratien", wird der gesamte technologische Fortschritt von der Zinssklaverei mehr als aufgefressen und wir verbrauchen nicht weniger, sondern immer mehr Energie und Ressourcen.
    Das ganze Umweltschutzgetue ist bei einem kurzen blick auf das Geldsystem sofort als Heuchelei zu erkennen. Wer Umwelt und Planeten schützen will, muß die ZiNSKNECHTSCHAFT bESEiTiGEN.

    4. Realzinsen bestimmen den Goldpreis. Das Ende des Goldbooms in den 80ern wurde durch steigende Realzinsen bewirkt. Paul Volcker, Chef der US-Notenbank hob die Zinsen für US-Staatsanleihen auf mehr als 15% an.
    Das ging beim damaligen Schuldenstand der USA noch.
    Heute, bei gesättigten Märkten, überschuldeten Verbrauchern und Staaten ist dieser Weg schwer vorstellbar, ohne sofortige Zahlungsunfähigkeit auszulösen.

    5. Euro als Fehlkonstruktion. Aktuell erleben wir, wie die marxistische Fehlkonstruktion des Euro dazu führt, daß die Staaten, die etwas weniger pleite sind als andere, jetzt auch nach unten gezogen werden und höhere Zinsen zahlen werden.
    Um ein sofortiges Zerbrechen dieser Fehlkonstruktion zu verhindern, wird geklammert und das Problem nach hinten geschoben: man vergrößert "Rettungsschirme" und später, weil auch das nicht das Problem der Unterschiedlichkeit der Produktivität der Völker lösen kann, werden die Euro-Anleihen kommen!
    Das kann sich so noch ein paar Jahre hinziehen.

    Deshalb läßt sich die jetzige Entwicklung m.E. überhaupt nicht mit der 80er-Goldblase vergleichen. in den 80ern war nicht das Ende eines Kondratieffzyklus. Jetzt aber kommt er!

    im übrigen bin ich der Überzeugung, daß nach 60 Jahren noch nie erreichter Wohlstandsvertrottelung es auch höchste Zeit ist, daß Mutter Natur die Kreatur Mensch wieder auf den boden der Tatsachen herunterholt. inzwischen scheinen zu viele gar nicht mehr erkennen zu können, daß sie alleine überhaupt nichts sind und können und daß sie ihren hohen Zivilisationsgrad keineswegs einer fortschrittlichen Entwicklung zu verdanken haben, sondern einzig und allein den billigem fossilen Energieträgern.
    Es wäre nicht das Schelchteste, wenn die Millionenstädte wieder verschwinden würden und das Raubtier der Spezies Mensch um 90% reduziert werden würde.

  • @33
    Es darf ja jeder seine Meinung habe und vertreten!

    ich habe nicht geschrieben, daß ich alles reglementiert haben möchte. Darüberhinaus glaube ich sind wir uns doch wohl alle einig, daß das was hier geschrieben wird Stammtischgeplauder ist...
    Weil die Dinge oft nicht so einfach zu regeln sind.

    Zu dem Thema Regulieren: Geld ist wie Wasser - es sucht sich (noch extremer als Wasser) den Weg des geringsten Widerstands.
    ich bin sehr wohl der Meinung Angebot und Nachfrage treffen auf dem Markt zusammen und regeln den Markt.
    Aber in den Modellen wird immer ein homogener Markt vorausgesetzt!!! Diesen gibt es nicht und einen freien Markt gibt es schon allein wg. der Handelsbeschränkungen schon nicht (ob direkte H. wie Zölle, oder Einfuhrbeschränkungen, oder indirekte wie Zulassungsverfahren im Pharmabereich etwa).
    Ein beispiel: Mir ist klar, daß Kontrakte (Futers, Optionen...) in der Realwirtschaft dazu dienen, daß Preise (bsp. Wechselkurse bei Währungen, oder Einkaufspreise bei Rohstoffen...) auf eine bestimmte Zeit kalkulierbar bleiben, aber ich kann nicht verstehen, wofür wir ungedeckte Leerverkäufe brauchen (= ich verkaufen ein Gut, daß ich nicht besitze auf Termin), viele Spekulanten hebeln diese Leerverkäufe dann um den Gewinn auszureitzen. Hier wird eine künstliche Nachfrage erzeugt, die mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun hat. Kann sich noch jemand an die Kursexplosion bei VW erinnern? Dies ist entstanden weil Hedgefonds die Aktie leerverkauft haben (weil sie von geringeren Autoverkäufen ausgegangen sind, ergo fallende Kurse bei der Aktie), Porsche dann veröffentlicht hat, daß über Optionen usw. bereits etwa 75% der Aktien in ihrem besitz hatte, die Hedgefondsmanager festgestellt haben, daß nur noch 25% im freien Handel verfügbare Aktien waren und nun wurde gekauft weil man ja irgendwann die Position schließen mußte!!! Nun ging es nicht mehr um die Autoverkäufe, sondern um eine Wette die nicht aufgegangen ist!!! Das hat mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun.

    Aber eines muß ich natürlich zugeben: für mich gilt natürlich auch, daß dies nur ein Teil des Problems ist und ich mir nicht anmaßen möchte DiE Lösung parat zu haben. Denn wenn man bspw. Leerverkäufe verbietet muß man das Weltweit tun und die Amerikaner werden dabei nie mitmachen. Das liegt schon an deren Regierungsbildung: Der größte Spekulant weltweit ist Goldman Sachs --> die Hälfte der im US-Finanzministerium beschäftigten Mitarbeiter war bei GS und dies setzt sich bei der FED fort!!!

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