Geldmärkte
Bundesbank beim Dollar wachsam, aber nicht besorgt

Vor drei Jahren ging an den Geldmärkten nichts. Eine Wiederholung der Alarm-Situation von 2008 stehe nicht an, sagt Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret. Aber er erklärt auch, warum die Bundesbank wachsam bleibt.
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Frankfurt Die deutschen Banken haben nach Einschätzung der Bundesbank trotz der jüngst wieder aufgeflammten Vertrauenskrise am Geldmarkt ausreichend Zugang zu US-Dollars. „Ohne Zweifel hat sich die Lage an den unbesicherten Dollar-Refinanzierungsmärkten zuletzt angespannt. Wir sind jedoch sehr weit entfernt von einer Situation, wie wir sie 2008 erlebt haben“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret laut Redemanuskript in New York.

Einige US-Geldmarktfonds seien zwar inzwischen bei der Refinanzierung von ausländischen Banken zurückhaltender. Die Geschäftsbanken hätten aber zum einen zu einem großen Teil die guten Refinanzierungsbedingungen in der ersten Jahreshälfte genutzt, um sich entsprechend abzusichern.

Zudem stünden - im Gegensatz zur Situation vor drei Jahren, als an den Geldmärkten so gut wie gar nichts mehr ging - nun für den Fall der Fälle Dollars bei der EZB bereit, die diese per Devisen-Swapgeschäft von der US-Notenbank erhält. Die Bundesbank bleibt dennoch laut Dombret auf Habacht: „(Die Ausstattung mit US-Dollars) ist sicherlich ein Feld, dass die relevanten Institutionen, die Bundesbank eingeschlossen, genau beobachten.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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