Geldpolitik der FED
Zinswende in den USA wird immer wahrscheinlicher

Experten beziffern die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im Herbst inzwischen mit über 50 Prozent. Die nächste Sitzung des entscheidenden Gremiums findet kommende Woche statt.
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FrankfurtEine Zinsanhebung im Herbst durch die US-Notenbank Fed scheint immer wahrscheinlicher. Der Präsident der regionalen Notenbank des US-Bundesstaats St. Louis, James Bullard, bekräftigte entsprechende Erwartungen am Montag.

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im September 2015 liege derzeit bei über 50 Prozent, sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox. Die Entscheidung über die Zinspolitik obliegt dem Offenmarktausschuss der Fed, dem „Federal Open Market Committee“ (FOMC). Die nächste Sitzung ist für kommende Woche veranschlagt.

„Nächste Woche dürfte ein bisschen früh sein“, sagte Bullard. Er bezeichnete es als „vernünftig“, den Leitzins von der Nulllinie wegzubringen und ihn dann Stück für Stück anzuheben.

Der Nullzins sei eine Notfallmaßnahme, obwohl die US-Wirtschaft in keinem Notfallmodus sei. Bereits seit siebeneinhalb Jahren liegt der US-Leitzins als Folge der globalen Finanzkrise in der Spanne zwischen null und 0,25 Prozent und damit auf einem Rekordtief. Eine Rede der Fed-Chefin Janet Yellen in der vergangenen Woche ist weitgehend so interpretiert worden, dass eine Zinswende im September wahrscheinlich ist.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Klar war das immer schon seit ein paar Monaten, eigentlich seit Anfang des Jahres, denn es geht vor allem darum, Initiative und Handlungsfähigkeit zu belegen, die der Fed schon lange abhanden gekommen schien.
    Die Lage entsprechend darzustellen, ist in USA angesichts der Möglichkeiten mit Zahlen umzugehen, nicht so schwer.

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