Gemeinschaftswährung
Analysten: Euro nimmt Kurs auf 1,60-Dollar-Marke

Der Euro nimmt Analysten zufolge wieder die Marke von 1,60 Dollar ins Visier. Diese Marke sei mit Blick auf die kommende Woche „ganz klar in Sichtweite“, prognostizierten die Experten der Commerzbank. Am Donnerstag kam die Gemeinschaftswährung aber nicht richtig in Schwung.

rtr FRANKFURT. Am frühen Nachmittag kostete ein Euro 1,5738 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend in New York, als die Gemeinschaftswährung bei 1,5789 Dollar notiert hatte. Die EZB legte am Mittag den Referenzwert des Euro mit 1,5755 (Mittwoch: 1,5753) Dollar fest. Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Wert mit 1,5748 (Mittwoch: 1,5753) Dollar ermittelt.

Das europäische Geschäft verlief nach Aussagen von Händlern an Fronleichnam sehr ruhig. Auch etwas besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt setzten den Euro nur kurz stärker unter Druck. „An dem ruhigen Handel dürfte weniger unser Feiertag Fronleichnam schuld sein sondern vielmehr das bevorstehende lange Wochenende in den USA und England“, sagte ein Händler. Am Montag werde in den beiden Ländern nicht gehandelt, „da sind viele schon mit ihren Gedanken im Wochenende.“ Danach könnte aber bald wieder die Marke von 1,60 Dollar in Angriff genommen werden, sagte auch ein Händler.

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Dafür spricht nach Ansicht der Commerzbank-Analysten vor allem die „unerfreuliche Mischung aus niedrigerem Wirtschaftswachstum und höherer Inflation“, die die US-Notenbank laut Sitzungsprotokoll in ihrer jüngsten Sitzung diskutiert hatte. Den Währungshütern zufolge wird die US-Wirtschaft in diesem Jahr nur noch zwischen 0,3 bis 1,2 Prozent wachsen. Zuvor hatte die Notenbank noch mit einem Plus von 1,3 bis 2,0 Prozent gerechnet. Zugleich zeigten sich die Banker besorgt, dass die ohnehin hohe Teuerung nicht nachlassen und die Zahl der Arbeitslosen noch deutlich steigen könnte. Angesichts dieser düsteren Perspektiven hatten mehrere Notenbanker bei der jüngsten Zinssitzung Ende April eine weitere Lockerung der Zinspolitik als Reaktion auf eine schwächere Konjunktur als „wahrscheinlich nicht angemessen“ bezeichnet.

Am europäischen Rentenmarkt orientierten sich die Investoren vor allem an der Entwicklung der britischen und amerikanischen Staatsanleihen. So sank der für den europäischen Markt richtungsweisende Bund-Future um neun Ticks auf 112,88 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 4,292 Prozent, und der Rex-Rentenindex lag 0,1 Prozent niedriger bei 116,1365 Zählern.

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