Gemeinschaftswährung
Ausbleibende Zinssenkung treibt den Euro an

Der Euro wird von einem stabil bleibenden Zinsniveau angeschoben. Die EZB hatte den Leitzins auf einem unverändert niedrigen Niveau von 0,75 Prozent belassen. Eine Zinssenkung ist aus Expertensicht nicht absehbar.
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FrankfurtEin wohl vorläufig stabil bleibendes Zinsniveau in der Euro-Zone hat am Donnerstag den Euro angeschoben. Die Gemeinschaftswährung legte fast einen US-Cent auf 1,3097 Dollar zu, noch während EZB-Chef Mario Draghi die Entscheidung der Notenbanker auf einer Pressekonferenz erläuterte.

Am Aktienmarkt, wo vor allem die Geldflut der Notenbanken die Anleger zuletzt angelockt hatte, überwog die Enttäuschung. Der Dax gab seine Gewinne ab und rutschte auf den Vortagesschluss von rund 7919 Zählern.

Zuvor hatte der EZB-Rat den Leitzins mit 0,75 Prozent auf unverändert niedrigem Niveau belassen. Im Markt war zuletzt spekuliert worden, die EZB könnte die Zinsen schon bald weiter herunterschrauben. "Unseres Erachtens liefert der EZB-Chef keine Hinweise auf eine Zinssenkung", erklärte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

"Draghi hat den Euro diesmal nicht als Risiko für den Wachtumsausblick angeführt, das hilft der Gemeinschaftswährung", erklärte HSBC-Trinkaus-Analyst Rainer Sartoris.

Allerdings sieht er ein Ende der Zinssenkungsphantasien noch nicht gekommen. Schließlich sei die Möglichkeit einer Zinssenkung auch diskutiert worden, führte Sartoris aus. Dies bremste den Euro-Anstieg etwas.

Am Rentenmarkt kamen vor allem deutsche Bundesanleihen unter Druck. Der Bund-Future verlor bis zu 47 Ticks auf 142,78 Punkte. Gesucht waren dagegen die Staatsanleihen Spaniens und Italiens, was deren Renditen deutlich drückte.

"Draghi klingt insgesamt zuversichtlicher", sagte ein Händler. Das drücke die Spekulationen auf baldige Zinssenkungen spürbar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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