Gemeinschaftswährung
Euro fällt wieder unter 1,23 Dollar

Äußerungen von Angela Merkel zur Krisenpolitik hatten dem Euro heute zunächst Auftrieb gegeben. Doch verhältnismäßig stabile US-Konjunkturdaten verhalfen dem Dollar zu einem Kursgewinn.
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FrankfurtDer Kurs des Euro ist am Freitag nach besser als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2298 US-Dollar gehandelt. Im Mittagshandel hatte der Euro noch 1,2382 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2337 (Donnerstag: 1,2279) Dollar festgesetzt.

„Das in den USA im August überraschend verbesserte Verbrauchervertrauen hat den Dollar gestützt“, sagte Sebastian Sachs, Devisenexperte beim Bankhaus Metzler. Der von der Universität von Michigan erhobene Index war von 72,3 Punkten im Vormonat auf 73,6 Punkte geklettert. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 72,2 Punkte gerechnet. Zudem war der Sammelindex der Frühindikatoren im Monat Juli stärker als erwartet gestiegen.

Laut Sachs verminderten robuste US-Daten etwas die Wahrscheinlichkeit einer weiteren geldpolitischen Lockerung in den USA. Erneute Anleihekäufe durch die US-Notenbank würden den Dollar schwächen. Neben der Euroschuldenkrise seien die Spekulationen um die US-Notenbank derzeit die wichtigste Einflussgröße für den Devisenmarkt. „Insgesamt ist der Handel am Freitag aber ansonsten mangels wichtiger Nachrichten sehr ruhig verlaufen“, sagte Sachs.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78515 (0,78195) britische Pfund, 97,97 (97,38) japanische Yen und 1,2011 (1,2010) Schweizer Franken festgelegt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1614,75 (Vortag: 1604,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 41 330,00 (41 340,00) Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • in Österreich gibt es noch Leute mit Mut wie Herrn Stronach
    und seine neue Anti-Euro-Partei
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/17/stronach-%E2%80%9Ewir-muessen-die-arbeiter-zu-kapitalisten-machen/

    Finnland wird auch bald nicht mehr im EURO sein
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/08/17/finnlands-aussenminister-%E2%80%9Edie-eu-koennte-ohne-euro-besser-funktionieren/

    Bald steht Deutschland alleine da und füttert die PIGS
    Und Merkel ? die kapiert es doch nicht , die kann nur auf dem Parkett tanzen.

  • Es geht nur noch um Geld. Alle werden mit dem Abgrund erpresst. Es ist nur noch widerlich.

    Die Deutschen werden paralysiert mit Angst um Ersparnisse und Renten. Die Macht der "EU aus Brüssel" frisst sich immer weiter in die Finanzwelt Europas. Immer mit Erpressung und Angst vor Chaos un Zusammenbruch als ihre perverse Eintrittskarte. Regierungen werden so unterjocht, ganze Völker in Europa. EZB und "EU in Brüssel" haben garkein Vertrauen verdient. Gerade sie sollen aber immer mehr Macht bekommen. EInfach nur pervers ist das.

  • Jou, unser Leben für den Hund!

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