Gemeinschaftswährung
Euro sinkt in Richtung 1,29 Dollar

Auf die Euphorie folgt die Ernüchterung: Nach der zunächst positiven Reaktion auf weitere Hilfsgelder für Griechenland, setzt sich die Ernüchterung fort. Die Gemeinschaftswährung kostet weniger als am Vorabend.
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Frankfurt/MainDer Euro ist am Mittwoch in Richtung 1,29 Dollar gesunken. Damit setzt sich die Ernüchterung nach der zunächst positiven Reaktion auf weitere Hilfsgelder für Griechenland fort. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2910 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7739 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagmittag auf 1,2961 (Montag: 1,2964) Dollar festgesetzt.

Nach spürbaren Gewinnen infolge der Griechenland-Einigung zwischen Eurogruppe und Internationalem Währungsfonds hat der Euro seit Dienstagvormittag etwa einen US-Cent eingebüßt. Devisenexperten erklären den Umschwung zum einen mit Gewinnmitnahmen. Zum anderen gilt es unter Bankvolkswirten als höchst ungewiss, ob die Erleichterungen für Athen - unter anderem Zinssenkungen und Stundungen - dem Land tatsächlich aus der Schuldenfalle helfen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gemeinschaftswährung : Euro sinkt in Richtung 1,29 Dollar"

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  • Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Euro-Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst deren Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.

  • Glückwunsch, Sie stellen Ihr Nichtwissen glänzend zur Schau.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/waehrungsvergleich-der-euro-kaempft-sich-zurueck/7438714.html

  • Nun...anderes als ein ständiges Sinken kann vom EURO nicht erwartet werden. Seine Stärke ist nur künstlich geschaffen worden durch die europäische Schuldenpolitik.
    Wie kann eine Währung Stabilität und Wertbeständigkeit erlangen bei derart unterschiedlicher Wettbewerbsfähigkeit der EU-Länder - Ein unmögliches Unterfangen ohne ständige Stützungmaßnahmen, die aber gleichzeitig die europäische Wirtschaft lähmen, da hier Werte vorgegaukelt werden, denen keine Produtivität zugrunde liegt. Sollte der EURO es schaffen auch nur eine 1 zu 1 Parität zum Dollar langfristig zu erreichen, wäre es schon ein Erfolg. Aber auch das wird auf Dauer nicht finanzierbar sein.
    Mit dem EURO wird Europa nicht zu alter Blüte zurückfinden.

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