Gemeinschaftswährung fällt unter 1,11 Dollar
Euro gibt Gewinne wieder ab

Der Euro verliert wieder einen Teil seiner Gewinne der vergangenen Tage.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftwährung vor dem Wochenende von schlechter als erwarteten Beschäftigtenzahlen aus den USA profitiert. Die Zahlen bestätigten die Befürchtung von Analysten, dass die konjunkturelle Erholung in den USA bislang ohne positive Effekte auf die Beschäftigung geblieben ist. Die Daten wiesen auf eine „Jobless Recovery“ - eine Konjunkturerholung ohne Schaffung neuer Arbeitsplätze - hin. Der Yen gab angesichts anhaltender Gerüchte über Deviseninterventionen Japans nach.

Am Vormittag notierte der Euro mit 1,1070 Dollar nach 1,1105 Dollar zu Handelsschluss am Freitagabend in New York.Trotz der Kursverluste lag die europäische Währung mehr als 1,5 US-Cent über ihrem Niveau vom frühen Freitagvormittag. Da hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs kurz vor Veröffentlichung der US-Daten mit 1,0923 Dollar ermittelt.

Wie das US-Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitgeteilt hatte, sank die Zahl der US-Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im August zum Vormonat überraschend um 93 000. Von Reuters befragte Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs von 12 000 Stellen gerechnet. Die US-Arbeitslosenquote ging aber auf 6,1 Prozent zurück, nachdem sie im Juli bei 6,2 Prozent gelegen hatte.

Die Kursaussichten des Euro für die nähere Zukunft beurteilten Analysten unterschiedlich. Während die Experten der Helaba Trust in einem Marktkommentar eine nur temporäre Stabilisierung zum Dollar ausmachten und Verluste prognostizierten, hielten technische Analysten einen weiteren Anstieg für möglich.

„Die Trendsituation ist unverändert nach unten gerichtet“, hieß es in dem Kommentar der Helaba Trust. Deren Experten erwarten eine Abschwächung des Euro in Richtung 1,0764 Dollar. Die technische Analystin Karen Jones von der Commerzbank sieht dagegen eher einen Anstieg auf bis zu 1,1172/80 Dollar. An dieser Marke werde der Euro dann aber voraussichtlich scheitern.

Angesichts anhaltender Gerüchte über japanische Interventionen am Devisenmarkt gab der Yen zum Dollar nach. Ein Dollar notierte bei 117,07 Yen nach 116,80 Yen im späten New Yorker Handel am Freitag. „Der Dollar/Yen-Kurs hängt im Grunde von der japanischen Regierung ab - ob die Intervention stark ist oder nicht“, sagte Mitsuru Saito von UFJ Tsubasa Securities. Eine offizielle Bestätigung für eine Intervention war nicht zu erhalten.

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