Gemeinschaftswährung fällt unter 1,21 Dollar-Marke
Schwedische Zinssenkung setzt Euro unter Druck

Der Euro fällt am Dienstag unter die Marke von 1,21 US-Dollar. Grund dafür soll die Zinssenkung der schwedischen Notenbank sein. Nun mehren sich die Spekulationen, dass auch die Europäische Zentralbank die Zinsen senken wird.

HB FRANKFURT. Die schwedische Notenbank hatte den Leitsatz überraschend um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent gesenkt. Sie begründete ihren Schritt mit der überraschend starken Dämpfung der Wachstumserwartungen für Schweden. Die meisten Marktteilnehmer hatten zuvor lediglich eine Absenkung um 0,25 Prozent erwartet.

Da die schwedische Wirtschaft sehr eng mit der der Euro-Staaten vernetzt ist, gehen Experten davon aus, dass die Zinssenkung auch der Grund für den Fall des Euro ist. Vor dem Schritt der schwedischen Notenbank lag der Euro bei 1,2149 Dollar. Gegen 10 Uhr am heutigen Dienstag stand der Euro bei 1,2094 US-Dollar. Ebenfalls mehren sich nach Angaben von Händlern nun die Spekulationen, dass auch die Europäische Zentralbank zu einer Zinssenkung gezwungen sein könnte.

Experten hatten schon in der letzten Woche davor gewarnt, dass der Euro an Wert verlieren würde. Die Volkswirte von Goldman Sachs senkten ihre Euro-Prognose sogar zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. Als Gründe nannten sie die "positive Überraschung" bei den jüngsten US-Handelsbilanzzahlen, Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan, die auf weitere Zinserhöhungen hindeuten, und "negative Nachrichten aus Europa". In den nächsten drei Monaten rechnen sie nun mit einem Rückgang des Euro-Kurses bis auf 1,15 Dollar. Auch die Experten der Investmentbanken Bear Stearns, CSFB, JP Morgan, Lehman Brothers, Morgan Stanley und UBS hatten ihre Prognosen gesenkt.

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