Gemeinschaftswährung notiert knapp über 1,16 Dollar
Hohes US-Wachstum stärkt den Dollar

Eine im dritten Quartal kräftig gewachsene US-Wirtschaft und Äußerungen von US-Finanzminister John Snow stärken den Dollar.

HB FRANKFURT. „Die Wachstumsdaten haben gezeigt, dass die private Nachfrage in den USA viel größer als erwartet war“, sagte Volkswirt Hiroshi Yokotani von Tokio Marine Asset Management. „Da gleichzeitig die Lagerbestände deutlich zurückgegangen sind, erwarte ich eine Erholung der Industrieproduktion im vierten Quartal.“ Zwar bewerteten Analysten das Wachstum durchweg als positiv, einige von ihnen zweifelten aber an einer nachhaltigen Erholung der US-Wirtschaft. Auf die Beschlagnahmung von Yukos-Aktien durch russische Strafverfolger reagierte der Rubel kaum.

Am Vormittag notierte der Euro mit 1,1631 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzkurs am Donnerstag mit 1,1736 Dollar ermittelt hatte. Die Gemeinschaftswährung hatte bereits am Donnerstag Verluste verzeichnet und war am Abend in New York mit 1,1627 Dollar aus dem Handel gegangen.

Die US-Wirtschaft wuchs nach vorläufigen Berechnungen im dritten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 7,2 Prozent zum Vorquartal und damit so stark wie seit Anfang 1984 nicht mehr. Darüber, ob das Anziehen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einen nachhaltigen Aufschwung signalisiert, gingen die Einschätzungen von Analysten allerdings auseinander. Zwar sahen alle Analysten in dem starken privaten Konsum - traditionell die Hauptstütze des US-BIP - ein positives Zeichen, einige merkten aber an, dass der Konsum sich stark auf private Verschuldung stütze und deshalb nur vorübergehend sein könnte. Auch mit Blick auf die Investitionstätigkeit sahen einige Analysten ein Signal für den Fortbestand des Aufschwungszenarios. Andere Experten sagten jedoch, das Investitionswachstum sei zu gering, um einen selbsttragenden Aufschwung zu erzeugen.

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