Gemeinschaftswährung

Warren Buffett sieht für den Euro schwarz

Steht der Euro vor dem Aus? US-Investorenlegende Warren Buffett sieht große Gefahren für die Gemeinschaftswährung der Europäischen Union. Ein Knackpunkt sind für ihn die vielen Entscheidungsträger.
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Berkshire Hathaway-Chef Warren Buffett bei der Sun Valley Conference. Quelle: dapd

Berkshire Hathaway-Chef Warren Buffett bei der Sun Valley Conference.

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OmahaUS-Investorenlegende Warren Buffett sieht den Euro in Gefahr. Er glaube nicht, dass die europäische Gemeinschaftswährung in ihrer jetzigen Form überleben könne, es sei denn alle 17 Euroländer könnten sich auf eine Währungspolitik einigen, sagte der Vorstandsvorsitzende der US-Investmentfirma Berkshire Hathaway am Freitag Bloomberg TV.

Die 17 Länder der Eurozone hätten zwar daran gearbeitet, ihr System auszubessern. Es sei aber schwer einen Konsens herzustellen, wenn 17 Parteien involviert seien , sagte Buffett weiter.

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hält Buffett sein Europa-Portfolio in AAA-bewerteten Ländern wie Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden.

Seine spanischen, italienischen und französischen Anleihen habe er bereits vor zwei Jahren abgestoßen, sagte Buffett am Donnerstag dem US-Fernsehsender CNBC. Dort äußerte er sich nicht über die Zukunft der Währung. Stattdessen tat er auch die Ansicht kund, in zehn Jahren habe Europa seine Schuldenkrise überwunden und laufe wieder gut.

  • dapd
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48 Kommentare zu "Gemeinschaftswährung: Warren Buffett sieht für den Euro schwarz"

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  • Ja, finde ich auch, selbst beim Fußball gibt es die 1. 2. und 3. Liga. Warum also nicht 3 oder mehr Währungsblöcke in Europa? Dann wären auch die Nicht-Euro-Mitzieher wie Britannien oder Norwegen hat jeweils ein Block mit einem Mitgliedsland. Verstehe eh nicht, warum sich Griechenland nicht mit einem anderen Land zusammenschliesst und einen gemeinsame neu Währung ausgibt... wär doch so einfach :-)

  • Buffet soll uns ruhig noch mehr erzählen. Und an welche gemeinsame Währung denkt er? Interessant diese Großmogule - von ihnen kann man lernen, was so in der Szene, die uns nicht zugänglich ist, gedacht wird. Über Hobbies plaudert man nun mal gerne. Schön, wenn man keine anderen Inhalte hat - oder?

  • Gut gebrüllt Löwe! Das HB hat nur Miesmacherei und damit Manipulation im Repertoire, seriöse Information scheint für viele Journalisten derzeit ein Fremdwort zu sein.

  • Der Verlust der D-Mark und der Zwang in den Euro hat doch erst diesen ganzen Schlamassel verursacht.

    Ein kontrovers diskutierter Artikel von Heiko Schrang hierzu unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/143/der-verrat-an-der-dmark-und-die-folgen-fuer-ihre-zukunft.php

  • Das ist eine sehr fahrlässige Sicht der Dinge. Sie stellen vergleiche an (Schweiz) und hieven Sie auf die globale Ebene, schreiben gleichzeitig die momentane Situation in die Zukunft fort. Der Kampf um Ressourcen und der Einfluss darauf steht erst in den Anfängen und Sie meinen, weil es in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten gab, könne deren Situation auch auf globaler Ebene in der Zukunft fortgeschrieben werden. Diese Sicht der Dinge verkennt die massiven Änderungen der global-strategischen Machtpositionen, die sich insbesondere mit der weiteren Entwicklung der BRIC etc. ergeben. Kleine Länder bzw. Politblöcke werden dabei verlieren, weil sie kaum noch Einfluss und Macht ausüben und somit ihre Interessen immer weniger durchsetzen können. Die Schweiz kann sich innerhalb Europas noch relativ behaupten - weil es ein Teil des Kulturkreises ist. Ggü. anderer Staaten anderer Kulturkreise wage ich das zu bezweifeln. Ich glaube Sie unterschätzen die sich anbahnende Umwälzung des globalen Machtgefüges gewaltig.

  • die Medienmanipulation klappt mindestens genauso gut in Deutschland, wenn nicht besser.

  • @ Edelzwicker
    "die Südstaaten" was ist das? Ist es eine neue Union? Welche Währung gibt es denn dort?
    Bald erleben wir einen "Sezessionskrieg" in Europa wenn man auf Sie hört.
    Es gibt wirklich gestörte Geister unter den Deutschen.

  • Ich bin FÜR Europa, Nubes, für das Europa der Vaterländer, Unabhängigkeit, Subsidiarität, Gemeinsamkeit in den Grundüberzeugungen - Menschenrechte und Rechtsstaat, DAS ist Europa. Mehr nicht, auch nicht in 20 Jahren und hoffentlich niemals. Warum auch? Die globalisierte Welt wird ein Netzwerk von unabhängigen großen und kleinen Akteuren sein, Indien, China, Russland, Brasilien werden an Macht gewinnen, USA weiter verlieren, Japan, Australien, die Dritte Welt, ein kompliziertes durch Eigeninteressen ausgewogenes Mit- und Gegeneinander (Wettbewerb). Wir sollten uns als Deutschland unabhängig aber eingebunden in die EU in der zukünftigen Weltordnung wie die heutige Schweiz in der EU und gegenüber der Euro-Zone verstehen, denen geht es doch auch wunderbar.

    Der Glaube über die Wichtigkeit von "Größe" ist falsch.

  • Der "einfache Mann" muss irgendwann lernen, dass auch in entfernten Machtapparaten "einfache Männer" (und einfache Frauen die auf gesonderte Nennung bestehen...) sitzen.

    Es ist doch nicht so, dass der "einfache Mann" beim Lesen der BILD einen Unterschied zwischen Stadtrat, Landtag, Bundestag und Europaparlament macht.
    Was er nicht versteht das nennt er "die da oben" und das ist auch an all dem schuld was in der Verantwortung des Einzelnen liegt.
    Das ist keine Frage des Maßstabes.

    Der Maßstab liegt in der Entwicklung hin zu Einigkeit in Europa und der Welt aber grade auf europäischem Niveau und da müssen wir jetzt durch.
    Genau wie bei der Wiedervereinigung und der Reichsgründung.

  • immer wieder wird vom Superstaat Europa geredet, als ein Riesengebilde.
    Beim Blick auf die heutige Weltkarte und die Gewichtsverteilung auf der Erde, zeigt sich, dass Europa bald eine der kleinen Nationen sein wird bzw. heute schon ist.
    Woher kommt nur das Bedürfnis ein noch kleineres regionales Würmchen und noch einflussloser werden zu wollen??
    Es braucht viel Phantasie zu glauben, dass die Menschen alleine in so einem Ministaatchen innerhalb Europas noch viel zu sagen haben werden.

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