Gemeinschaftswährung
Zinserhöhung stärkt Euro

Die Europäische Zentralbank hat mit der Leitzinserhöhung ein eindeutiges Signal gesetzt. Trotz der erneut aufflammenden Schuldenkrise in Europa bleibt der Euro stark.
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FrankfurtDer Euro hat sich zu Wochenbeginn auf hohem Niveau über der Marke von 1,44 US-Dollar gehalten. Am späten Montagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,4440 Dollar und damit in etwa so viel wie zum Wochenausklang. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4434 (Freitag: 1,4401) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6928 (0,6944) Euro.

„Mangels fundamentaler Impulse war der Wochenauftakt aber sehr ruhig“, sagte Devisenexperten Klaus Gölitz vom Bankhaus M.M. Warburg.

Wesentliche Konjunkturdaten wurden am Montag nicht veröffentlicht. Zudem gab es keine nennenswerten Neuigkeiten zur jüngst wieder aufgeflammten Schuldenkrise in Europa. Dass der Euro am frühen Nachmittag zeitweise etwas nachgab, führte der Experte auf Gewinnmitnahmen zurück.

„Derzeit wird der Euro-Dollar-Kurs wesentlich durch Zinserwartungen beeinflusst“, sagte Gölitz. Zuletzt wurde die europäische Währung vor allem durch die eingeleitete Zinswende im Euroraum beflügelt. Am vergangenen Donnerstag hatte die EZB erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ihren Leitzins angehoben.

Experten rechnen im Jahresverlauf überwiegend mit zwei weiteren Erhöhungen auf dann 1,75 Prozent. In den USA, wo der Leitzins immer noch bei null Prozent liegt, sind schnelle Zinserhöhungen indes nicht zu erwarten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88360 (0,88095) britische Pfund, 122,26 (122,80) japanische Yen und 1,3129 (1,3163) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1468,00 (1469,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32.130,00 (32.320,00) Euro.

 

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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