Devisen + Rohstoffe
Geringere Ölnachfrage erwartet

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die Weltölnachfrage gesenkt. Der Pariser Agentur zufolge soll die Nachfrage in diesem Jahr durchschnittlich 86,77 Mill. Barrel (je 159 Liter) erreichen, rund 70 000 Barrel weniger als im Vormonatsbericht.

Reuters/Bloomberg DÜSSELDORF. Grund für das geringere Nachfragewachstum sei die Abschaffung von Subventionen in zahlreichen asiatischen Schwellenländern. Dies dürfte den Verbrauch senken, teilte die IEA mit. Jetzt werde nur noch mit einem Anstieg von 800 000 Barrel pro Tag gerechnet. Dies sind 230 000 Barrel weniger als bislang angenommen.

Auch der hohe Preis könnte sich laut IEA auswirken: "Die aktuelle Rally des Ölpreises könnte die Wachstumsaussichten beeinträchtigen." Gestern verharrten die Preise auf hohem Niveau. Das europäische Brentöl zog auf gut 137 Dollar je Barrel an. Laut Gazprom-Chef Alexej Miller könnte der Preis "in absehbarer Zukunft" sogar 250 Dollar erreichen. Die Citigroup hat ihre Brentölprognose nach oben gesetzt. Für 2008 geht sie nun von einem Durchschnittspreis von 116,60 (95,40) Dollar aus. 2009 soll der Preis sogar auf 122,50 Dollar steigen. Merrill Lynch rechnet in diesem Jahr mit 114 Dollar.

Sorgen bereitet der steile Preisanstieg inzwischen auch der Organisation Erdöl exportierender Staaten. Opec-Mitglied Saudi-Arabien hat daher ein Öl-Krisentreffen vorgeschlagen, bei dem sich Produzenten- und Verbraucherländer an einen Tisch setzen sollen.

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