Gewinnmitnahmen belasten
Kurze Euphorie bei Rohstoffpreisen ist vorbei

Nach den kräftigen Preisaufschlägen an den Rohstoffmärkten vom Vortag haben Anleger am Dienstag Kasse gemacht. "Anleger nehmen Gewinne mit. Zudem ist die große Euphorie, die die US-Regierung auslöste, vorbei", sagte Analyst Carsten Fritsch von der Commerzbank.

HB FRANKFURT. Der Preis für US-Leichtöl WTI fiel mehr als ein Prozent auf 53,15 Dollar je Fass. Am Vortag war er auf den höchsten Stand seit knapp vier Monaten geklettert. Nordseeöl Brent verbilligte sich ebenfalls um rund ein Prozent auf 52,96 Dollar. Kurzfristig bleibe der Ölpreis wegen der schwachen Nachfrage unter Druck, sagte Fritsch. In der zweiten Jahreshälfte dürfte er sich aber erholen und bei 70 Dollar liegen.

Der Goldpreis rutschte unter 920 Dollar. Analysten verwiesen am Vormittag auf die Erholung an den Aktienmärkten und einem stärkeren Dollar. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verbilligte sich in der Spitze über zwei Prozent auf 917,85 Dollar. Das Edelmetall werde aber weiter davon profitieren, dass es als Absicherung gegen Inflation gilt, prognostizierten die Analysten der Commerzbank. Die massive Ausweitung der Geldmenge in den USA durch den von der Fed beabsichtigten Kauf von Staatspapieren könnte die Teuerung anheizen.

Gewinnmitnahmen drückten Analysten zufolge auch den Preis für Platin um rund ein Prozent auf 1109 Dollar je Feinunze. Auch die Preise der Basismetalle verbuchten Abschläge. Das vor allem in der Bau- und Elektroindustrie wichtige Kupfer fiel um 3,8 Prozent auf 3946 Dollar je Tonne. Das in der Autoindustrie häufig verwendete Blei gab über sechs Prozent auf 1265 Dollar nach.

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