Gewinnmitnahmen Euro prallt zunächst an 1,38 Dollar ab

Mit einem weiteren Sechsmonatshoch ist der Euro in die neue Woche gestartet. Doch Gewinnmitnahmen warfen die Gemeinschaftswährung im Handelsverlauf leicht zurück. Experten rechnen allerdings nicht mit einer Trendwende.
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HB DÜSSELDORF. Der Euro hat am Morgen im asiatischen Handel seine jüngsten Gewinne gegenüber dem Dollar nicht verteidigen können. Die Gemeinschaftswährung kletterte zwar zeitweise auf 1,38 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte März. Im Handelsverlauf schwächte sie sich aber auf Kurs um 1,3760 Dollar ab. Im Vergleich zum japanischen Yen verteuerte sich der Euro zwischenzeitlich auf ein Viermonatshoch von knapp 115,30 Yen, ehe es auch hier zu Gewinnmitnahmen kam.

Händler erklärten die andauernde Stärke des Euro zum Dollar weoeter mit der konjunkturellen Unsicherheit in den USA. "Trotz massiver Probleme in Europa scheint der Euro die einzige Alternative zum Dollar zu sein, wenn Leute ihr Devisen-Portfolio diversifizieren wollen", sagte Robert Ryan von BNP Paribas in Singapur.

Einige Experten rechnen damit, dass der Euro schon bald die Marken von 1,40 und sogar 1,50 Dollar in Angriff nehmen könnte. Der Aufwärtstrend dürfte anhalten, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den Devisenhändler Faros Trading. Auftrieb gebe dem Euro demnach, dass Zentralbanken in Asien und Südamerika Devisen gegen Dollar verkaufen, um ihre Landeswährungen zu drücken und so ihre Exporteure zu stützen. Da sie jedoch die US-Währung nicht länger halten wollen, verkauften sie sie gegen Euro, Yen und britische Pfund.

Gegenüber dem japanischen Yen konnte der Dollar zu Wochenbeginn allerdings zulegen. Spekulationen über weitere Eingriffe der japanischen Notenbank am Devisenmarkt und Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg der vergangenen Wochen drückten die japanische Währung. Für einen Dollar mussten knapp 83,60 Dollar bezahlt werden.

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