Gold Der Preis ist heiß

Es gibt wenige Anlagen, auf die Investoren derzeit so genau schauen wie auf den Goldpreis. Doch wohin geht es mit den Notierungen? Viele glauben, dass der Preis steigt. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht.
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Nicht alle Top-Analysten empfehlen Gold als Langfrist-Investment. Quelle: Reuters

Nicht alle Top-Analysten empfehlen Gold als Langfrist-Investment.

(Foto: Reuters)

Bei den Experten jedenfalls wird eifrig diskutiert. So sind sind sich ausgerechnet die drei Analysten, die den seit vier Jahren größten Quartalsrückgang beim Goldpreis korrekt prognostiziert haben, nicht einig bei ihren Prognosen. Zurückzuführen sind die unterschiedlichen Prognosen auf die unterschiedlichen Ansichten der Investoren über die Pläne der Notenbanken. Unklar ist nach wie vor, ob die Währungshüter weitere Maßnahmen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums ergreifen werden.

Justin Smirk von der Westpac Banking Corp., im zweiten Quartal der treffsicherste von 20 Analysten, rechnet mit einem weiteren Rückgang beim Goldpreis. Hingegen prognostizieren Eugen Weinberg von der Commerzbank AG und Nick Trevethan von ANZ Banking Group Ltd. ein neues Rekordhoch - und zwar innerhalb eines Jahres. Hedgefonds und andere spekulative Investoren zeigen den geringsten Optimismus seit 2008, obwohl die Bestände der Anleger an physischem Gold in börsengehandelten Produkten nahe eines Allzeithochs liegen, wie aus Regierungsdaten und von Bloomberg zusammengetragenen Zahlen hervorgeht.

Zwar hat der Goldpreis eine Rally hingelegt, nachdem er im Mai bis auf ein Prozent an einen Bärenmarkt herankam. Er liegt aber immer noch 16 Prozent unter dem Rekordhoch von 1.923,70 Dollar je Unze vom 6. September. Investoren bevorzugen Staatsanleihen und den Dollar zur Bewahrung ihres Vermögens, nachdem das Wirtschaftswachstum sich abschwächt. Das hat die Renditen auf Rekordtiefs und die US-Währung auf ein Zwei-Jahres- Hoch getrieben. Zentralbanken von Europa bis China haben diesen Monat die Zinsen gesenkt, und die Federal Reserve ihre Bereitschaft signalisiert, die Konjunkturerholung anzuschieben.

“Es besteht derzeit nicht sehr viel Interesse an Gold angesichts der Befürchtungen einer weltweiten Konjunkturabschwächung”, sagt Michael Cuggino, Fondsmanager bei Permanent Portfolio Funds in San Francisco, der etwa 20 Prozent seiner Anlagen in Gold investiert hat. “Anleger sollten Gold als Langfrist-Investment kaufen. Es wird steigen und Anleger benötigen eine Absicherung gegen die zukünftige Inflation.”

Der Gold-Terminkontrakt ist an der Comex in New York zwischen April und Juni um vier Prozent gesunken, was der stärkste Rückgang seit dem dritten Quartal 2008 ist. Der US- Dollar-Index hat in dem Zeitraum 3,3 Prozent zugelegt und Anleihen sämtlicher Kategorien kamen im Schnitt auf einen Ertrag von 1,6 Prozent, wie aus dem Global Broad Market Index von Bank of America Merrill Lynch hervorgeht.

Eine Absicherung gegen alles mögliche
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27 Kommentare zu "Gold: Der Preis ist heiß"

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  • Ist es nicht eher die Frage wieviel davon ist spekulativ in den Büchern von Investoren und auf welche Zeit? Was passiert wenn diese Anlagen ablaufen und die Anleger bare Werte sehen wollen, nicht nur auf dem Papier, sondern auf dem Konto?

  • Ich kann mich noch daran erinnern als man bei 250 Dollar von einer Blase sprach. Gold ist und war nie in einer Blase sondern gibt wieder was die Paperwährungen verschweigen. Meine Unze Gold wird auch nach dem frag 1 Unze Wert sein. Mein Euro wird fast nichts mehr Wert sein.

  • Sie sind sich doch im klaren darüber das die Preie je nach Bodenbeschaffenheit abweichen. Manch früher unrentable Minen wurden wieder geöffnet...
    Sìnkt der Preis werden sie wieder dichtgemacht natürlich mit einer Verzögerung wegen den Terminkäufen.Infolgedessen
    reduziert sich der verfügbare Bestand, der Preis steigt.

    Ein Bsp.:
    Das fällen eine kleinen Eiche kostet etwa 150€ aber Holzliebhaber zahlen für einen fm Esche 400€
    Schon allein dieser einfache Vergleich zeigt, daß Eiche den derzeitigen Preis nicht wert ist.

    Merken Sie was?

  • Barrick Gold fördert die Unze Gold für ca. 650 USD. Alle Goldliebhaber bezahlen >1000 Euro für eine Unze. Schon allein dieser einfache Vergleich zeigt, daß Gold den derzeitigen Preis nicht wert ist. Natürlich sind Goldvorräte endlich aber Barrick Gold und viele andere können noch eine ganze Menge von dem Zeug aus dem kanadischn, australischen oder südafrikanischen Boden rausholen.

  • Schön zu sehen, wie sich die Herrschar derer in den Kommentatorenfeldern mehrt, die sich mit diesem einzigartigen Metall auseinandersetzen.

    Für alle die, die hier schon wieder das Wort Blase in den Mund nehmen:

    http://www.pic-upload.de/view-15400055/oel-dollar-yen-2.png.html

    Ich schau mir diesen Chart an und sehe da keine Blasenbildung. Die gleiche Menge Gold kauft nach wie vor die gleiche Menge Öl - das Blut unserer Wirtschaft. Die einzige Blase, die ich darauf erkenne, ist die der Papierwährungen.
    Es ist auch vollkommen egal, ob der nominale Goldpreis bei 1000$, 1300$ od. 2000$ notiert. Alle anderen Assets bewegen sich in dem Verhältnis mit - Gold bewahrt einmal erworbene Kaufkraft. Preis und Wert sind halt 2 paar Stiefel. Nicht umsonst ist Gold eine Reservewährung.

  • Tafelgeschäft -> Googeln

    Verbuddeln und das Maul halten.

  • Na, was möchten Sie denn kaufen? Barren in größeren Mengen?

    Dann natürlich beim Hersteller. Z.B. Heraeus oder Degussa. Anfrage machen, Bestellen, Bezahlen und abholen.

  • Doch, Gold tut. Es beruhigt und wird von der Elite fleissig gesammelt. Natürlich ohne viel Getöse.
    Das Dummvolk soll ruhig noch mehr bunte Zettel sammeln.
    Folge nicht der Masse, folge denen hinter den Kulissen.
    Die haben die Drähte in der Hand und lieben Beiträge wie von easyway und Lerchenzunge.

  • bullionvault.com

    - günstig physisch kaufen und verkaufen,
    - sicher im Ausland im professionellem Safe gelagert.

    "Winner of the Queen's Award for Enterprise" - ist ja auch ein gutes Konzept.

  • Das gute an Gold: Man kann es nicht drucken.

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